Die Ärztekammer von Utah hat sich gegen das umstrittene Pilotprojekt ausgesprochen, bei dem eine künstliche Intelligenz Rezepte ohne ärztliche Kontrolle verlängern soll. In einem Schreiben fordert die Utah Medical Licensing Board die sofortige Aussetzung des Programms mit dem KI-Startup Doctronic.

Die Kammer kritisiert, dass sie erst nach dem Start des Projekts über die Zusammenarbeit informiert wurde. In dem Schreiben heißt es:

"Die Fortführung dieser Vereinbarung ohne Konsultation der Ärztekammer könnte Bürger Utas einem Risiko aussetzen und bleibt ein zentrales Anliegen der Kammer. Die Ärztekammer empfiehlt dringend, das Programm bis zu einer weiteren Diskussion auszusetzen."

Das Pilotprojekt, das als Teil einer Initiative zur Digitalisierung des Gesundheitswesens gestartet wurde, sieht vor, dass die KI-Software automatisch Rezepte verlängert, ohne dass ein Arzt die Verschreibungen prüft. Kritiker befürchten, dass dies die Patientensicherheit gefährden könnte.

Die Ärztekammer betont, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern und medizinischen Fachkräften essenziell sei, um die Sicherheit und Qualität der Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Eine Aussetzung des Programms würde weitere Diskussionen ermöglichen, um mögliche Risiken zu bewerten und Lösungen zu erarbeiten.

Quelle: STAT News