Es war ein ganz normaler Wochenendmorgen, als ich Toast machte. Während ich auf das Brot wartete, begann ich plötzlich eine Melodie zu summen: „Hmmmm hmmmm hmmmm hmmmmm, ohhhhh oh whoah oh whoah, hmmmmmm hmmmmm hmmmmm hmmmmmm“. Besonders den „oh whoah“-Teil sang ich in einer rauchig-weichen Stimme – so seltsam, dass meine Frau mich verwirrt ansah und fragte: „Was zum Teufel summst du da?“
Meine Antwort: „Das ist der ikonische japanische PlayStation Vita-Werbespot von Shigeru Matsuzaki aus dem Jahr 2012 – hast du ihn nicht erkannt?“
Vierzehn Jahre nach seiner Veröffentlichung ist dieser Werbespot noch immer unvergesslich. Der berühmte Sänger und Synchronsprecher trug die eingängige Melodie mit einer solchen Energie vor, dass sie sich seitdem in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Ich summe sie regelmäßig oder denke zumindest daran – nicht eine Woche vergeht, ohne dass ich mich daran erinnere.
Sobald ich das Wort „Vita“ höre, denke ich an den Spot. Wenn jemand „Crooner“ sagt, fällt mir sofort die Melodie ein. Und selbst bei „Katamari Damacy“ – einem Spiel, für das Matsuzaki im Westen vor allem bekannt ist – kommt mir zuerst der Werbespot in den Sinn.
Dabei hatte der Spot eigentlich gar nichts mit der PlayStation Vita zu tun. Matsuzaki erwähnt das Gerät nicht, trägt kein Vita-Shirt und spielt nicht einmal darauf. Sony ließ ihn einfach auf einem Hocker sitzen, eine Minute lang singen und setzte am Ende nur ein kleines Vita-Overlay ein. Und doch: 14 Jahre später summe ich immer noch mit und erinnere mich sofort an eine längst eingestellte Handheld-Konsole, die schon Jahre vor ihrem Produktionsstopp 2019 kaum noch relevant war.
Wenn das kein Beweis für einen herausragenden Werbespot ist, was dann?