A Storied Life: Tabitha – Ein ungewöhnliches Rätselspiel mit klaren Grenzen

A Storied Life: Tabitha verspricht ein packendes Rätselspiel zu sein, das Elemente aus Unpacking mit der Freiheit einer Visual Novel verbindet. Doch was die Spieler:innen erhalten, ist ein stark strukturiertes Puzzle-Abenteuer, das wenig Raum für kreative Entscheidungen lässt. Stattdessen folgt das Spiel einem festen Muster, das zwar konsistent, aber auch einschränkend wirkt.

Die Handlung: Eine verstorbene Autorin und ein unvollendetes Manuskript

Das Spiel erzählt die Geschichte von Tabitha Kettlewell, einer kürzlich verstorbenen Autorin. Als Spieler:in übernimmst du die Aufgabe, ihr Haus auszuräumen. Dabei findest du ein nasses Manuskript und einen Brief eines Verlags, der an einer Veröffentlichung von Tabithas Autobiografie interessiert war. Da das Manuskript jedoch unvollständig und chaotisch ist, liegt es an dir, die Lücken zu füllen – indem du bestimmte Gegenstände rettest und den Rest versteigerst oder entsorgst.

Ein striktes System mit wenig Spielraum

Das Spiel folgt einem streng vorgegebenen Ablauf:

  • Du betrittst einen Raum und kannst zwischen ein bis vier Gegenständen retten, die in einer Kiste Platz finden.
  • Die restlichen Gegenstände werden versteigert oder weggeworfen – je nachdem, wie viel Geld du durch die Versteigerung einnimmst.
  • Diese Entscheidungen beeinflussen die Art des Urlaubs, den dein Avatar nach dem Spielende antritt.
  • Jeder Gegenstand nimmt einen bestimmten Platz auf einem Raster ein, was die Rettung weiterer Gegenstände erschweren kann.
  • Einige Gegenstände sind zerbrechlich oder haben Gewichtslimits. Mit Materialien wie Luftpolsterfolie oder Klebeband kannst du sie schützen – oder du aktivierst in den Einstellungen unbegrenzte Verpackungsmaterialien.
  • Manchmal findest du Schlüssel, die verschlossene Schränke oder Türen öffnen.

Nach jedem Tag bringst du die geretteten Gegenstände nach Hause und erhältst ein bis fünf Seiten einer Mad Libs-ähnlichen Geschichte. Diese basiert auf den vier Schlüsselwörtern der geretteten Gegenstände und schließt das Kapitel ab.

Technische Herausforderungen und Zugänglichkeitsoptionen

Auf der Nintendo Switch gibt es eine Zoomfunktion, die das Greifen kleiner Gegenstände erleichtern soll. Dennoch bleibt die Bedienung in manchen Situationen umständlich – besonders beim Aufsammeln winziger Schlüssel oder beim Auslösen bestimmter Aktionen durch Tastenbetätigung.

"A Storied Life: Tabitha ist ein Puzzle-Spiel, das zwar konsistent funktioniert, aber wenig Raum für kreative Freiheit lässt. Wer ein freies, narratives Erlebnis sucht, könnte enttäuscht sein."

Fazit: Ein solides, aber begrenztes Rätselspiel

A Storied Life: Tabitha ist kein klassisches Simulationsspiel, sondern ein Rätsel-Abenteuer mit festen Regeln. Wer sich auf das starre System einlässt, findet ein unterhaltsames, wenn auch vorhersehbares Spiel vor. Für Fans von strukturierten Puzzles und narrativen Elementen könnte es eine interessante Erfahrung sein – vorausgesetzt, man akzeptiert die klaren Grenzen des Spiels.

Quelle: Siliconera