Euro 7 zwingt Audi zum Handeln

Der 2,5-Liter-Turbomotor EA855 von Audi erfüllt nicht die ab November geltenden Euro-7-Abgasnormen. Um ihn anzupassen, wären neue NOx-Sensoren, ein Partikelfilter, strengere Katalysatoren und überarbeitete Einspritzkarten nötig. Doch lohnt sich der Aufwand für ein Aggregat, das nur im Audi RS3 und Cupra Formentor VZ5 verbaut wird?

Hybridisierung als Rettungsanker?

Laut einem Bericht von Autocar prüft Audi, den Fünfzylinder durch Hybridisierung zukunftsfähig zu machen. Eine ähnliche Strategie verfolgt Lamborghini bereits mit dem 6,5-Liter-V12, der dank Hybridisierung weiter produziert wird. Technisch wäre eine solche Lösung auch für den EA855 denkbar – doch die Wirtschaftlichkeit bleibt fraglich.

„Emotionaler Fahrspaß steht im Fokus“

„Wir sind offen für alle Möglichkeiten. Die Überlegungen dazu laufen noch. Ich kann Ihnen sagen, dass wir weiterhin über verschiedene technologische Ansätze nachdenken.“
Rolf Michl, Audi Sport-Chef

Michl betont, dass der emotionale Charakter des Fünfzylinders erhalten bleiben soll. „Wir sind uns der DNA dieses Motors bewusst und prüfen alle Optionen.“

RS3 bleibt vorerst in den USA erhältlich

Während Europa den EA855 möglicherweise nicht mehr sieht, wird der aktuelle RS3 in den USA noch bis Mitte nächsten Jahres produziert – zumindest für den dortigen Markt. Die Produktion in Ungarn läuft noch bis dahin weiter.

Fazit: Ein Motor zwischen Tradition und Regulierung

Der 2,5-Liter-Fünfzylinder steht vor einem Dilemma: Seine Emissionen passen nicht zu den neuen Vorschriften, doch sein Einsatzgebiet ist begrenzt. Hybridisierung könnte eine Brücke bauen – doch ob sich der Aufwand rechnet, bleibt offen. Fest steht: Audi will den charakteristischen Sound und Fahrspaß des Aggregats nicht leichtfertig opfern.

Quelle: CarScoops