Die BMW Group hat kürzlich ihr zweimillionstes vollelektrisches Fahrzeug produziert – ein BMW i5 M60 xDrive, das in Deutschland gefertigt und nach Spanien geliefert wird. Dieser Meilenstein unterstreicht die rasante Entwicklung: Für die erste Million benötigte BMW fast elf Jahre, für die zweite nur etwa zwei weitere Jahre.
Europa treibt die E-Auto-Nachfrage voran
Der Erfolg des deutschen Herstellers ist vor allem auf den europäischen Markt zurückzuführen. In der EU ist mittlerweile jedes fünfte verkaufte Auto ein E-Auto, und die Verkäufe stiegen 2025 um 28 Prozent. BMW produziert mittlerweile an allen deutschen Standorten Elektrofahrzeuge – teilweise sogar auf denselben Linien wie Verbrenner. Diese Flexibilität ermöglicht eine schnelle Anpassung an die Nachfrage.
USA und China bremsen globale E-Auto-Dynamik
Doch nicht überall läuft es so gut: In den USA sank der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge 2025 um 16,7 Prozent auf 42.484 Einheiten. Besonders im vierten Quartal brach der Markt nach dem Auslaufen der staatlichen Förderungen um 45,5 Prozent ein. Gleichzeitig stiegen die Verkäufe von Plug-in-Hybriden um über 30 Prozent – ein Zeichen für die Unsicherheit der Käufer.
Auch in China geht die Nachfrage zurück. Die Verkäufe brachen deutlich ein und belasteten die globale Performance von BMW.
Neue Modelle sollen Wachstum beschleunigen
Trotz der Herausforderungen setzt BMW auf innovative Elektrofahrzeuge. Der iX3, das erste Modell der neuen Neue Klasse, ist bereits erhältlich. Der i3 Electric 3er, der im Frühjahr vorgestellt wurde, folgt bald. Zudem plant BMW den ersten vollelektrischen X5 und Rolls-Royce bringt ein elektrisches SUV auf den Markt – wenn auch in deutlich geringeren Stückzahlen.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: Volkswagen erreichte sein zweimillionstes E-Auto bereits zehn Monate nach dem ersten Millionenziel. Mit verbesserten Modellen wie dem ID.3 und dem kommenden ID. Polo könnte der nächste Meilenstein noch schneller erreicht werden.
Fazit
BMW bleibt auf Kurs, doch die globalen Unterschiede in der E-Auto-Nachfrage erfordern eine strategische Anpassung. Neue Modelle und eine flexible Produktion sollen die Position des Konzerns stärken – auch im Wettbewerb mit anderen deutschen Herstellern.