CDC blockiert bahnbrechende Impfstudie
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat unter der Leitung ihres kommissarischen Direktors Jay Bhattacharya eine Studie über die positiven Effekte von COVID-19-Impfungen zurückgehalten. Wie die Washington Post unter Berufung auf zwei anonyme CDC-Wissenschaftler berichtet, zeigte die Untersuchung, dass geimpfte Erwachsene ihr Risiko für Krankenhausaufenthalte um 55 Prozent und für Notfallbehandlungen um 50 Prozent reduzieren konnten.
Geplante Veröffentlichung verhindert
Die Studie sollte am 19. März im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR), dem Forschungsjournal der CDC, erscheinen. Bhattacharya stoppte die Veröffentlichung jedoch mit der Begründung, es gebe methodische Bedenken. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums HHS erklärte gegenüber der Washington Post, man wolle sicherstellen, dass die Studie die angemessene Methodik verwende.
Interessanterweise veröffentlichte die MMWR bereits eine Woche zuvor eine ähnliche Studie zur Wirksamkeit von Grippeimpfungen – mit derselben Methodik.
Politische Einflüsse auf die Wissenschaft
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Maßnahmen ein, die auf eine Einschränkung des Zugangs zu COVID-19-Impfungen abzielen. HHS-Chef und bekannter Impfskeptiker RFK Jr. hatte die Impfung zuvor als „tödlichste Impfung aller Zeiten“ bezeichnet. Seit seiner Ernennung durch Donald Trump wurden die Impfstoffzugänge für Kinder und andere Gruppen stark eingeschränkt.
„Wenn die MMWR eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass der Impfstoff Krankenhausaufenthalte und medizinische Behandlungen verhindert, widerspricht das der Richtung, in die das Ministerium mit der Einschränkung des Impfstoffzugangs geht.“Daniel Jernigan, ehemaliger CDC-Sicherheitsdirektor, gegenüber der Washington Post.
Weitere Vorwürfe gegen RFK Jr.
Im Jahr 2025 wurde bekannt, dass das HHS unter RFK Jr. eine umstrittene Studie plante, bei der 7.000 Neugeborenen in Guinea-Bissau bewusst Hepatitis-B-Impfungen vorenthalten werden sollten. Ziel war es laut Experten, einen „falschen Zusammenhang“ zwischen dem gut etablierten Impfstoff und neurologischen Problemen herzustellen.
„RFK Jr. hat eine feste, unverrückbare Überzeugung, dass Impfungen Schaden anrichten. Er wird alles tun, um das zu beweisen.“Paul Offit, Direktor des Vaccine Education Center am Children’s Hospital of Philadelphia, gegenüber dem Guardian.
Systematische Unterdrückung von Impfwissenschaft
Die Blockade der COVID-19-Studie ist nur ein weiteres Beispiel für die systematische Unterdrückung wissenschaftlicher Erkenntnisse zugunsten politischer Agenden. Kritiker sehen darin einen gefährlichen Angriff auf die öffentliche Gesundheit und den Vertrauensverlust in staatliche Gesundheitsbehörden.