Klimawandel macht Heuschnupfen schlimmer

Die Pollensaison beginnt früher, dauert länger und ist intensiver – das zeigt der neue Bericht der Asthma and Allergy Foundation of America (AAFA). Verantwortlich dafür ist vor allem der Klimawandel, der die Konzentration von Allergenen in der Luft erhöht. Betroffene leiden unter stärkeren Symptomen wie Niesen, juckenden Augen und Atemnot.

„Die Pollensaison wird von Jahr zu Jahr länger und intensiver. Wir müssen mit einer Zunahme allergiebedingter Beschwerden rechnen – nicht nur im Frühjahr, sondern ganzjährig.“
Noah Greenspan, Physiotherapeut und Allergie-Experte

Besonders problematisch wird es in Städten mit hoher Luftverschmutzung und großer Artenvielfalt an allergenen Pflanzen. Die AAFA hat für 2026 die Top 20 der „Allergie-Hauptstädte“ in den USA veröffentlicht – basierend auf Pollenbelastung, Medikamentenkonsum und Verfügbarkeit von Allergiespezialisten.

Die 20 schlimmsten Städte für Heuschnupfen 2026

Die Liste zeigt: Nicht nur der Süden und Osten der USA sind betroffen, sondern zunehmend auch Städte im Westen. Hier die Top 20:

  • Boise, ID
  • San Diego, CA
  • Tulsa, OK
  • Provo, UT
  • Rochester, NY
  • Wichita, KS
  • Raleigh, NC
  • Ogden, UT
  • Spokane, WA
  • Greenville, SC
  • San Francisco, CA
  • Minneapolis, MN
  • Salt Lake City, UT
  • Richmond, VA
  • Colorado Springs, CO
  • Little Rock, AR
  • Toledo, OH
  • New Orleans, LA
  • Winston-Salem, NC
  • Lakeland, FL

Den vollständigen Report mit allen 100 Städten finden Sie auf der Website der AAFA.

So schützen Sie sich vor Pollen

Die American College of Allergy, Asthma, Immunology (ACAAI) gibt folgende Empfehlungen:

  • Pollenflug beachten: Nutzen Sie Apps oder Websites, um die aktuelle Pollenbelastung in Ihrer Region zu prüfen. Vermeiden Sie bei hohen Werten längere Aufenthalte im Freien.
  • Innenraum schützen: Halten Sie Fenster und Türen geschlossen. Eine Klimaanlage oder ein Luftfilter kann Pollen aus der Luft filtern.
  • Kleidung wechseln: Wechseln Sie nach Aufenthalten draußen Ihre Kleidung und duschen Sie, um Pollen von Haut und Haaren zu entfernen.
  • Medikamente richtig einsetzen: Antihistaminika oder Nasensprays können Symptome lindern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die beste Strategie.
  • Pollenfilter nutzen: In Autos und Wohnräumen helfen spezielle Filter, die Pollen aus der Luft entfernen.

Wer unter starken Allergien leidet, sollte einen Allergologen aufsuchen. Dieser kann gezielte Therapien wie eine Hyposensibilisierung empfehlen.

Fazit: Frühzeitige Vorbereitung ist entscheidend

Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Pollensaison besser bewältigen. Besonders in den genannten Städten ist Vorsicht geboten. Wer seine Strategie frühzeitig plant, kann die Symptome deutlich reduzieren.

Quelle: Healthline