Square Enix fällt mit neuem Dissidia-Titel durch

Square Enix hat in den letzten Jahren mit mobilen Final-Fantasy-Spielen wie Final Fantasy VII Ever Crisis und Dissidia Final Fantasy Opera Omnia überzeugt. Beide Titel setzten auf faire Gacha-Mechaniken und boten Spielern kostenlose Charaktere sowie wertvolle Ausrüstung. Doch mit Dissidia Duellum Final Fantasy kehrt das Unternehmen nun zu einem der enttäuschendsten Pay-to-Win-Modelle zurück, die es in den letzten Jahren gab.

Handlung: Potenzial verschwendet

Wie seine Vorgänger bringt Dissidia Duellum Final Fantasy Charaktere aus verschiedenen Final-Fantasy-Teilen zusammen, die gegen das Chaos kämpfen. Diesmal landen sie jedoch auf dem modernen Tokio, wo sie die Vitalität der Bevölkerung vor monströsen Angriffen schützen müssen. Klassische Bösewichte wie Sephiroth mischen dabei mit: Der Spieler sieht, wie Clouds Erzfeind einen Behemoth beschwört, um die Stadt zu terrorisieren.

Die Handlung folgt den sogenannten Geistern, die von der Stadtbevölkerung als übernatürliche Wesen wahrgenommen werden. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Bedrohung und versuchen, verlorene Kristalle wiederzuerlangen. Doch hier endet das Potenzial der Story abrupt. Statt einer eigenständigen Erzählung ist sie an einen Season Pass und kompetitives Multiplayer gebunden. Spieler müssen sich durch Ranglistenkämpfe kämpfen, um neue Episoden und LINE-ähnliche Chatverläufe freizuschalten. Zwar sind die Gruppenchats unterhaltsam, doch die Umsetzung wirkt erzwungen und unnötig kompliziert.

Kampfsystem: Klingt gut, fühlt sich aber unfair an

Das 3-gegen-3-Kampfsystem von Dissidia Duellum Final Fantasy basiert auf Kristallen, die durch Angriffe und Fähigkeiten erobert werden. Dabei sammeln Spieler Bravery – sowohl für sich selbst als auch für Verbündete. Alternativ können Gegner direkt durch Standardangriffe und Fähigkeiten besiegt werden, um deren Lebenspunkte zu reduzieren. Jeder Charakter hat fünf Fähigkeiten, die individuell oder aus einem allgemeinen Pool ausgewählt werden können. Zudem verfügen die Figuren über unterschiedliche Rollen: Krile heilt als Support, Lightning agiert als schneller Angreifer und Rinoa als Fernkampf-Magierin.

Bei 9.999 gesammelten Bravery-Punkten kann ein Burst ausgelöst werden, der es dem Team ermöglicht, den Endgegner anzugreifen. Gelingt es, den Burst mit speziellen Fähigkeiten zu kombinieren, entsteht ein Combo-Effekt, der mehr Schaden verursacht. Das Ziel: Den Boss besiegen, bevor die Zeit abläuft. Gewinnt das Team, steigt es in den Rängen auf und erhält als Belohnung einen Kristall. Dieser kann nach einiger Zeit aktiviert werden, um eine neue Fähigkeit freizuschalten.

Das Kampfsystem an sich wirkt solide, doch die Monetarisierung ruiniert den Spielspaß. Wer nicht zahlen will, hat kaum eine Chance gegen zahlende Spieler – ein klassisches Pay-to-Win-Problem.

Fazit: Ein enttäuschender Rückfall

Dissidia Duellum Final Fantasy enttäuscht auf ganzer Linie. Die Story ist an einen Season Pass gebunden, das Kampfsystem wird durch Pay-to-Win-Mechaniken verzerrt, und die Umsetzung wirkt lieblos. Trotz bekannter Charaktere und eines grundsoliden Kampfsystems bleibt der Titel hinter den Erwartungen zurück. Wer auf der Suche nach einem fairen Final-Fantasy-Erlebnis auf dem Smartphone ist, sollte besser zu anderen Titeln des Publishers greifen.

"Square Enix hat mit Dissidia Duellum Final Fantasy eines der enttäuschendsten Pay-to-Win-Spiele der letzten Jahre veröffentlicht. Die Story ist an einen Season Pass geknüpft, und das Kampfsystem wird durch unfaire Monetarisierung verzerrt."

Quelle: Siliconera