Der milliardenschwere Tech-Milliardär Elon Musk steht vor einem peinlichen Desaster: In einem laufenden Zivilprozess versucht er, die Auflösung von OpenAI zu erzwingen. Sein Vorwurf: CEO Sam Altman habe die gemeinnützige KI-Initiative in ein profitorientiertes Unternehmen verwandelt. Doch statt Altman zu überführen, entlarvt sich Musk selbst als unvorbereitet und widersprüchlich.
Der Prozess in San Francisco entwickelt sich zu einem Machtkampf zweier Tech-Giganten – und zu einem PR-Desaster für Musk. Bereits in den ersten Verhandlungstagen zeigte sich der Unternehmer als unberechenbarer Zeuge, dessen Aussagen vor Gericht kaum Bestand haben.
Fatale Fehler vor Gericht
Am dritten Verhandlungstag stolperte Musk über eine scheinbar einfache Frage: Ist Tesla an der Entwicklung von künstlicher Allgemeiner Intelligenz (AGI) beteiligt? Musk verneinte – doch nur zwei Monate zuvor hatte er auf X (ehemals Twitter) genau das Gegenteil behauptet:
„Tesla wird eines der Unternehmen sein, das AGI entwickelt – und wahrscheinlich das erste in humanoider, atomformender Gestalt.“
— Elon Musk, 4. März 2026
Diese Aussage wurde als Beweismittel im Prozess vorgelegt und dokumentiert nun Musks Widersprüche für die Öffentlichkeit. Tesla, ein reiner E-Auto-Hersteller, strebt laut Musk also keine AGI an – obwohl er selbst dies zuvor mehrfach betonte.
Peinliche Enthüllungen vor Gericht
Doch die Pannen gingen weiter: Auf die Frage, ob er mit der kanadischen Investorin Shivon Zilis liiert sei – mit der er vier Kinder hat –, antwortete Musk lapidar: „Ich glaube schon.“
Noch brisanter: Musk gab zu, ein wichtiges Dokument aus dem Jahr 2018 nicht gelesen zu haben. Damals hatte Altman ihm ein Term Sheet für OpenAI zugeschickt, als Musk aus dem Vorstand ausschied. „Es war ein vierseitiges Dokument“, konterte der gegnerische Anwalt sarkastisch. Musks Antwort: Er habe sich die Zeit lieber für andere Dinge genommen.
Experten wie der Journalist Alex Shultz von Hard Reset kommentieren, Musk habe selbst die minimalste Vorbereitung vermissen lassen – obwohl es in dem Prozess um nichts Geringeres als das „Wohl der Menschheit“ gehe, wie sein eigener Anwalt argumentierte.
Der Fall offenbart ein Muster: Musk, der sich sonst als Visionär inszeniert, wirkt vor Gericht wie ein unvorbereiteter Zeuge, dessen Aussagen schnell widerlegt werden können. Statt Altman zu Fall zu bringen, liefert er selbst die Munition für seine eigene Blamage.