Plötzlicher Kollaps: Spirit Airlines stellt Betrieb ein
Am frühen Morgen des 2. Mai hat Spirit Airlines überraschend alle Flugoperationen eingestellt. Der Zusammenbruch des Unternehmens folgte auf das Scheitern eines staatlichen Rettungspakets für die Muttergesellschaft Spirit Aviation Holdings, Inc. Noch am Vortag hatte die Airline über 50.000 Passagiere befördert.
17.000 Mitarbeiter ohne Job und ohne Unterstützung
Mit der Schließung verloren etwa 17.000 Mitarbeiter sofort ihren Arbeitsplatz. Viele von ihnen stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Einige ehemalige Angestellte – darunter Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal – haben sich an die Crowdfunding-Plattform GoFundMe gewandt, um finanzielle Hilfe zu erhalten.
Eine Suche nach „Spirit Airlines“ auf GoFundMe zeigt zahlreiche Kampagnen, in denen ehemalige Mitarbeiter um Unterstützung bitten. Viele betonen, dass sie zwar nach neuen Jobs suchen, aber bis dahin auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, um ihre laufenden Kosten zu decken.
GoFundMe prüft Spendenkampagnen
Die Plattform wurde von Fast Company kontaktiert, um Details zu den Verifizierungsprozessen der Kampagnen zu erfahren. Sollte es eine Stellungnahme geben, wird der Artikel entsprechend aktualisiert.
Keine Abfindung, keine Krankenversicherung – was bietet Spirit Airlines an?
Laut dem Team Members Guide von Spirit Airlines erhalten die Mitarbeiter ihr Gehalt nur bis zum 2. Mai – eine Abfindung gibt es nicht. Zudem wurden die Krankenversicherungen (medizinisch, zahnmedizinisch und optisch) mit sofortiger Wirkung gekündigt.
Betroffene können sich bis zum 31. Mai über COBRA weiterversichern, müssen dafür jedoch sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil selbst tragen. Danach haben sie 60 Tage Zeit, eine neue Krankenversicherung über den Health Insurance Marketplace abzuschließen.
Auf die Frage, ob das Unternehmen bei schweren Erkrankungen, chronischen Leiden oder Geburten finanziell unterstützt, lautet die Antwort des Unternehmens: Nein.
Laut Berichten half Spirit Airlines einigen Mitarbeitern, die sich auf Dienstreisen befanden, bei der Rückreise zu ihrem Heimatflughafen.
Fazit: Ehemalige Mitarbeiter auf Spenden angewiesen
Die plötzliche Insolvenz von Spirit Airlines hat nicht nur Passagiere, sondern vor allem die Belegschaft in eine schwierige Lage gebracht. Ohne Abfindung oder Krankenversicherung bleiben viele auf externe Hilfe angewiesen – sei es durch GoFundMe oder andere Unterstützungsangebote.