FDA warnt vor möglichen Verunreinigungen
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat einen freiwilligen Rückruf von mehr als 3,1 Millionen Flaschen rezeptfreier Augentropfen angeordnet. Die betroffenen Produkte wurden über große Einzelhändler wie Walgreens, CVS und Kroger vertrieben. Der Grund: Bedenken hinsichtlich der Sterilität der Tropfen.
Keine Krankheitsfälle gemeldet – aber Risiko bleibt
Laut FDA wurden bisher keine Erkrankungen oder Verletzungen im Zusammenhang mit den zurückgerufenen Augentropfen gemeldet. Dennoch löst ein solcher Rückruf bei Verbrauchern und Experten Besorgnis aus. Bereits 2023 führte eine Verunreinigung bei Augentropfen zu über 80 Infektionen und vier Todesfällen in den USA.
Kalifornischer Hersteller initiiert Rückruf
Der Rückruf geht auf das kalifornische Pharmaunternehmen K.C. Pharmaceuticals zurück. Die FDA stufte den Rückruf am 31. März als „Class II“ ein. Das bedeutet, dass die Verwendung der Tropfen zwar vorübergehende gesundheitliche Folgen haben könnte, aber das Risiko schwerwiegender Komplikationen als gering eingestuft wird.
Welche Augentropfen sind betroffen?
Die betroffenen Marken umfassen unter anderem:
- Sterile Eye Drops
- AC Eye Drops
- Advanced Relief Dry Eye Relief Eye Drops
- Ultra Lubricating Eye Drops
- Sterile Eye Drops Original Formula
- Sterile Eye Drops Redness Lubricant
- Sterile Eye Drops Soothing Tears
- Artificial Tears Sterile Lubricant Eye Drops
Verbraucher werden aufgefordert, die Produkte nicht mehr zu verwenden und zu entsorgen.
Experten warnen vor Vertrauensverlust
„Jeder Rückruf von medizinischen Produkten ist besorgniserregend. Auch wenn keine akuten Gefahren bestehen, untergräbt dies das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit von Arzneimitteln.“ – Gary Novack, PhD, klinischer Professor an der UC Davis
Apotheken reagieren auf Rückruf
Die betroffenen Einzelhändler arbeiten mit der FDA zusammen. CVS bestätigte, dass die vier zurückgerufenen Produkte bereits seit fast einem Jahr nicht mehr verkauft werden. Dennoch bietet das Unternehmen Kunden eine Rückerstattung an. Walgreens und Kroger äußerten sich auf Anfrage nicht.
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Betroffene Verbraucher sollten:
- Prüfen, ob sie eines der zurückgerufenen Produkte besitzen.
- Die Tropfen sofort entsorgen und nicht mehr verwenden.
- Bei Fragen den Hersteller oder die Apotheke kontaktieren.
Die FDA betont, dass der Rückruf keine Beweise für eine tatsächliche Verunreinigung liefert, sondern auf mögliche Mängel im Herstellungsprozess hinweist. Dennoch empfiehlt die Behörde Vorsicht.