Die Legende vom New Deal als Krisenlöser
Politiker aller Couleur versprechen heute wie damals schnelle Lösungen für wirtschaftliche Probleme – sei es durch Mietpreisbremse, Zinsobergrenzen oder staatliche Preiskontrollen. Doch die Geschichte zeigt: Staatliche Eingriffe verschlimmern oft Krisen, statt sie zu beenden. Eine neue Analyse des Ökonomen Donald J. Boudreaux widerlegt die gängige Lehrmeinung, wonach Franklin D. Roosevelts New Deal die USA aus der Großen Depression führte.
„Wirtschaftliche Freiheit triumphiert – wenn man sie lässt“
„Freie Märkte stehen unter Beschuss, doch die Geschichte zeigt: Je mehr wir uns von ihnen entfernen, desto schlimmer werden die Folgen. Die Große Depression ist das beste Beispiel dafür.“
— Donald J. Boudreaux, Ökonom und Autor
In seinem neuen Buch „The Triumph of Economic Freedom“ argumentiert Boudreaux, dass staatliche Programme unter Roosevelt die Krise nicht nur nicht lösten, sondern sogar verlängerten. Ein zentraler Vorwurf: Die Arbeitslosigkeit sank in den 1930er-Jahren nie unter 10 Prozent – ein klares Indiz für das Scheitern der Politik.
FDRs „Lösungen“: Zerstörung von Nahrung und höhere Steuern
Ein besonders zynisches Beispiel aus Roosevelts Werkzeugkasten war die Agrarpolitik: Als Bauern über niedrige Preise klagten, zahlte die Regierung sie dafür aus, Ernten zu vernichten. Das Ergebnis? Menschen hungerten, während Lebensmittel vernichtet wurden – nur um die Preise künstlich hochzuhalten.
Weitere Maßnahmen des New Deal umfassten:
- Steuererhöhungen für Reiche: Eine Politik, die Investitionen bremste und Unternehmen belastete.
- Mehr Regulierung: Bürokratische Hürden schreckten private Investoren ab und hielten sie „am Spielfeldrand“ – so Boudreaux.
- Kritik an der Wirtschaft: Roosevelt beschuldigte Unternehmer, die Krise verursacht zu haben, und untergrub damit das Vertrauen in den Privatsektor.
„Unternehmer fragten sich: ‚Warum sollte ich mein Vermögen in ein Land investieren, das mich ständig angreift?‘“, erklärt Boudreaux. Die Folge: Kapitalflucht und Investitionszurückhaltung – ein Teufelskreis, der die Depression verschärfte.
Der Mythos vom Krieg als Wirtschaftsmotor
Häufig wird behauptet, der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg habe die Große Depression beendet. Doch auch das ist ein Irrtum, wie Boudreaux darlegt:
Zwar sank die Arbeitslosigkeit, doch dies lag vor allem an der Mobilmachung von 2,5 Millionen Männern – nicht an einer Erholung der Wirtschaft. Tatsächlich erholte sich das Bruttoinlandsprodukt erst in den späten 1940er-Jahren vollständig. Der Grund? Die politischen Rahmenbedingungen änderten sich:
- Nach den Kongresswahlen 1946 gewannen die Republikaner, die pro-investor und pro-geschäftsorientiert waren.
- Roosevelts Tod 1945 markierte das Ende seiner radikalen Politik.
- Unter Harry Truman (seinem Nachfolger) wurde die Haltung gegenüber Unternehmen weniger feindselig – Investoren kehrten zurück.
„Erst als die Politik wieder Vertrauen in den Kapitalismus schuf, begann die echte Erholung“, so Boudreaux.
Die „Great Recession“: Ein wiederholter Fehler
Die Parallelen zur Finanzkrise 2008 sind frappierend. Auch damals subventionierte der Staat Immobilienkredite und zwang Banken, riskante Hypotheken zu vergeben. Als die Blase platzte, brachen Immobilienpreise ein, Banken gerieten in Schieflage, und Millionen verloren ihre Jobs.
Politiker machten damals – wie heute – den „ungeregelten freien Markt“ für die Krise verantwortlich. Doch Boudreaux entlarvt dies als Mythos:
„Die Regierung hat gezielt Politik betrieben, die Wohneigentum für Menschen erschwinglich erscheinen ließ, die es sich nicht leisten konnten. Gleichzeitig zwang sie Banken, diese Hypotheken zu besichern. Als der Markt zusammenbrach, folgte die Katastrophe.“
Seine结论 ist klar: Staatliche Eingriffe schaffen keine Stabilität, sondern neue Risiken. Die Geschichte lehrt, dass wirtschaftliche Freiheit – nicht Regulierung – der Schlüssel zu Wohlstand ist.
Fazit: Was die Geschichte wirklich lehrt
Die Große Depression endete nicht durch Roosevelts New Deal, sondern trotz seiner Politik. Erst als die USA zu einer pro-business-Haltung zurückkehrten, erholte sich die Wirtschaft. Die Lehren für heute? Politische Versprechen von schnellen Lösungen durch staatliche Kontrolle sind gefährlich. Wirtschaftliche Freiheit bleibt der beste Weg aus der Krise – wenn man sie lässt.