Ferraris erster vollelektrischer Luce könnte teurer werden als der 849 Testarossa und sogar der Purosangue. Laut einem aktuellen Bericht soll das E-Auto in Europa ab etwa 550.000 Euro (ca. 645.000 Dollar) erhältlich sein.

Ferrari setzt damit auf ein riskantes Spiel: Die Nachfrage nach E-Autos in den USA ist rückläufig, während chinesische Hersteller immer leistungsstärkere E-Sportwagen zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten. Sollte sich der angegebene Preis bestätigen, könnte der Luce selbst Ferraris teuerstes Serienmodell nach dem F80-Hypercar werden.

Preisvergleich: Luce vs. Purosangue und Testarossa

Der Purosangue, Ferraris aktuell teuerstes Serienmodell mit Verbrennungsmotor, startet in Europa bei rund 400.000 Euro (ca. 470.000 Dollar). Aufgrund der hohen Nachfrage liegen Gebrauchtpreise jedoch bereits bei über 600.000 Euro (ca. 704.000 Dollar).

Der Luce würde damit nicht nur den Purosangue, sondern auch den Testarossa und den 12Cilindri übertreffen. Der finale Preis könnte laut Bloomberg noch um bis zu 10 Prozent nach oben oder unten korrigiert werden.

Technische Daten: Vier Motoren und 122-kWh-Batterie

Ferrari setzt beim Luce auf vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von über 986 PS. Die 122-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von mehr als 530 Kilometern und unterstützt ultraschnelles Laden mit bis zu 350 kW.

Kritik am hohen Preis

Der hohe Preis könnte die Zielgruppe einschränken. Viele Ferrari-Kunden sind es gewohnt, Modelle mit brummenden V12-Motoren zu fahren – nicht schwere E-Autos mit Batterien. Wer stattdessen einen V12-Purosangue für weniger Geld und mit mehr Praktikabilität erwerben kann, könnte sich für den Verbrenner entscheiden.

„Ferraris Kunden sind nicht knapp bei Kasse, aber der Preis des Luce könnte selbst für sie eine Hürde darstellen.“

Trotz des hohen Preises könnte der Luce einer der teuersten E-Autos auf dem Markt werden – teurer als Modelle von Porsche und sogar der Rolls-Royce Spectre.

Quelle: CarScoops