Die International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) hat Apple vorgeworfen, gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter des Apple Stores in Towson, Maryland, unlawfully zu diskriminieren. Die Gewerkschaft reichte eine Beschwerde beim National Labor Relations Board (NLRB) ein, nachdem Apple am 9. April die Schließung von drei US-Filialen bekannt gab – darunter auch der Towsoner Standort.

Der Towsoner Store beschäftigte rund 90 Mitarbeiter und war 2022 der erste Apple Store in den USA, der eine Gewerkschaft gründete. Laut IAM wurden den gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern im Gegensatz zu nicht organisierten Kollegen aus anderen Filialen keine Transfermöglichkeiten angeboten. Stattdessen mussten sie sich wie externe Bewerber erneut auf ihre Positionen bewerben.

„Apple verweigert gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern dieselben Chancen wie anderen – und das einzig und allein, weil sie sich organisiert haben“, heißt es in der Beschwerde. „Das ist Diskriminierung und genau das, was das Arbeitsrecht verhindern soll.“

Neben Towson wurden auch die Filialen in Trumbull (Connecticut) und Escondido (Kalifornien) geschlossen. Die IAM kritisierte bereits bei Bekanntgabe der Schließungen: „Apples Behauptung, das Tarifabkommen verhindere eine Versetzung, ist schlicht falsch und wirft ernsthafte Fragen auf, ob es sich um einen zynischen Versuch handelt, die Gewerkschaft zu zerstören.“

Quelle: Engadget