Der Titel Haste hat sich als ungewöhnlicher Roguelike etabliert, der mit rasantem Tempo und Plattform-Elementen überzeugt. Inspiriert von Sonic the Hedgehog, müssen Spieler:innen durch kollabierende Welten sprinten, Sprünge timen und Fähigkeiten gezielt einsetzen. Auf anderen Plattformen läuft das Spiel stabil – doch auf dem Nintendo Switch 2 zeigen sich technische Schwächen, die den Spielspaß trüben.
Spielemechanik: Tempo und Timing entscheiden
Haste folgt der Protagonistin Zoe, einer Kurierin, die zwischen Welten durch Portale reist. Doch seltsame Splitter bedrohen die Realität, und eine mysteriöse Corporation nutzt dies für ihre Zwecke aus. Zoe trifft auf Riza, die vor einer drohenden Apokalypse warnt, und macht sich auf die Suche nach Antworten. Dabei stößt sie auf ihren Freund Daro, während eine weitere Person namens Niada verschwunden bleibt.
Das Spielprinzip ist einfach, aber effektiv: Als Auto-Runner mit Third-Person-Perspektive folgt man Zoe durch instabile Level. Der Fokus liegt auf präzisen Sprüngen und schnellen Abstiegen, um Schwung zu halten. Perfekte Landungen füllen einen Energiemeter, der für temporäre Geschwindigkeitsboosts genutzt werden kann. Fehlerhafte Landungen kosten hingegen Gesundheit – und damit wertvolle Zeit vor dem Kollaps der Umgebung.
Technische Probleme auf dem Switch 2
Trotz solider Grundidee kämpft Haste auf dem Switch 2 mit Performance-Problemen. Zwar ist das Spiel sowohl im Handheld- als auch im Docked-Modus spielbar, erreicht aber selten die erwarteten 60 Bilder pro Sekunde. Besonders kritisch: Die Anpassung von Grafikeinstellungen führt zu spürbaren Einbrüchen. Motion Blur, VFX-Effekte der Fähigkeiten und Item-Icons verursachen Lag, was in einem Speedrun-Spiel besonders hinderlich ist.
Grafikoptionen und Spielmodi
Positiv hervorzuheben ist die Auswahl an Schwierigkeitsgraden: Chill, Steady und Sprint stehen direkt zur Verfügung. Auch die Grafikeinstellungen lassen sich anpassen, doch wie bereits erwähnt, wirken sich bestimmte Optionen negativ auf die Performance aus. Da Tempo und flüssiges Gameplay in Haste essenziell sind, ist dies ein deutlicher Minuspunkt.
Fazit: Spannend, aber noch nicht perfekt
Haste überzeugt mit einer einzigartigen Mischung aus Roguelike-Elementen und rasantem Plattforming. Die Geschichte um Zoe und die drohende Apokalypse fesselt, und die Mechanik des Speedrunnens durch instabile Welten ist innovativ. Allerdings trüben technische Probleme auf dem Switch 2 das Erlebnis. Wer bereit ist, auf bestimmte Grafikeffekte zu verzichten, kann das Spiel dennoch genießen – doch für ein optimales Gameplay sollte Nintendo oder der Entwickler hier nachbessern.