Die US-Einwanderungsbehörde ICE wird beim Fußball-Weltpokal 2026 in den USA präsent sein. Doch ihre Rolle wirft Fragen auf: Soll sie tatsächlich nur für Sicherheit sorgen – oder drohen Razzien und Einschüchterung?

Bereits Anfang des Jahres hatte ICE-Direktor Todd Lyons betont, dass die Agenten ausschließlich im Rahmen der Sicherheit eingesetzt würden. Doch nun äußert sich die Organisationskommission für das Turnier in Los Angeles unklar. Trotz Forderungen der FIFA und Streikdrohungen von Beschäftigten in Gastronomie und Catering – einer Gruppe, die besonders von ICE-Razzien betroffen wäre – kann die Kommission keine verbindliche Zusage geben.

Kathryn Schloessman, Vorsitzende der Kommission, erklärte:

„Wir arbeiten eng mit ICE zusammen, um sicherzustellen, dass sie sich ausschließlich auf unsere Sicherheit konzentrieren und nichts anderes.“
Doch sie fügte hinzu:
„Ich bin nicht die endgültige Entscheidungsträgerin in dieser Frage.“

Die mögliche Präsenz von ICE und die Gefahr von Razzien könnten für die USA, die Austragungsstädte, internationale Fans und die vielen migrantischen Arbeitskräfte hinter den Kulissen zu einem Albtraum werden.

Kritiker befürchten, dass die ICE-Präsenz nicht nur der Sicherheit dient, sondern auch als Einschüchterungstaktik gegenüber Migranten und Arbeitsmigranten wirkt. Besonders betroffen wären Beschäftigte in der Gastronomie und im Catering, die bereits jetzt unter der Angst vor Abschiebungen leiden.

Die FIFA hatte sich in der Vergangenheit für eine sichere und inklusive WM ausgesprochen. Doch ob diese Forderungen Gehör finden, bleibt ungewiss.