Der US-Repräsentantenhaus hat eine 45-tägige Verlängerung von Abschnitt 702 des FISA-Gesetzes verabschiedet. Dieses Programm ermöglicht der Regierung eine überwachte Überwachung ohne richterliche Anordnung. Der Senat hatte zuvor eine langfristige Erneuerung abgelehnt, sodass die Abgeordneten nun einen kurzfristigen Kompromiss wählten.

Die Entscheidung verhindert zwar ein Auslaufen des Programms am Donnerstagabend, doch die politische Blockade bleibt bestehen. Eine Gruppe von Abgeordneten besteht weiterhin auf die Einführung von richterlichen Genehmigungspflichten für Überwachungsmaßnahmen – trotz Widerstand der Führungsebene. Die Abstimmung im Repräsentantenhaus endete mit 261 zu 111 Stimmen. Der Gesetzesentwurf wird nun dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt.

Hintergründe und politische Manöver

Bereits am Mittwochabend hatte das Repräsentantenhaus eine dreijährige Verlängerung des Programms beschlossen. Um konservative Abgeordnete zu überzeugen, die umfassendere Reformen der Überwachungspraxis forderten, fügten die republikanischen Führer ein Verbot der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung hinzu.

Dieser Zusatz führte jedoch zu parteiübergreifendem Widerstand im Senat. Stattdessen stimmten die Senatoren am Donnerstag für die 45-tägige Übergangslösung. Zuvor hatte der Kongress bereits Anfang des Monats eine erste kurzfristige Verlängerung beschlossen, nachdem republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus Versuche zur fünfjährigen oder 18-monatigen Erneuerung blockiert hatten.

Die erste kurzfristige Verlängerung reichte jedoch nicht aus, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

Ausblick: 45 Tage für eine Lösung

Die politischen Führer im Kongress haben nun 45 Tage Zeit, um die festgefahrene Debatte zu lösen. Ob eine Einigung in dieser Zeit gelingt, bleibt jedoch ungewiss. Die Diskussion über die Balance zwischen nationaler Sicherheit und Bürgerrechten bleibt damit vorerst ungelöst.

Quelle: Axios