Restomods von Jeep sind keine Seltenheit mehr, doch ein klassischer Scrambler mit moderner Technik und exklusivem Interieur ist eine Rarität. Die texanische Werkstatt Vigilante 4×4 hat nun einen solchen Traumwagen vorgestellt – einen Jeep Scrambler aus den Jahren 1981 bis 1986, der mit einem 6,4-Liter-Hemi-V8 und hochwertigen Komponenten aufgewertet wurde.
Der Scrambler basiert auf dem CJ-7, verfügte jedoch über einen um 10 Zoll verlängerten Radstand (103,5 Zoll) und ein offenes Dach. Ursprünglich als Alternative zu japanischen Kompakt-Pickups konzipiert, blieb der Scrambler aufgrund seines Preises und der begrenzten Praktikabilität ein Nischenmodell. Heute ist er ein begehrter Klassiker – besonders in dieser aufwendig restaurierten und technisch modernisierten Version.
Technische Highlights: Von Chassis bis Motor
Vigilante 4×4 setzt bei der Konstruktion auf ein komplett neues, individuell gefertigtes Chassis des Roadster Shop. Dieses integriert eine Vierlenker-Achse, überarbeitete Lenkgeometrie sowie vorne und hinten Dana-44- und Dana-60-Achsen. Die Räder (17 Zoll) tragen 285/70-R17 BFGoodrich T/A KO3-Reifen, die für Geländetauglichkeit sorgen.
Angetrieben wird der Scrambler von einem 6,4-Liter-Hemi-V8 mit 485 PS – identisch zu den SRT-Modellen von Dodge. Serienmäßig ist ein 5-Gang-Schaltgetriebe (Tremec TR4050), optional gibt es eine Automatik. Die Kraft wird über ein Advance Adapters Atlas II-Transfergetriebe an alle vier Räder übertragen. Die Bremsanlage stammt von Baer und umfasst 6-Kolben-Bremssättel sowie 14-Zoll-Rotoren mit Kreuzbohrung und Schlitzen.
Luxus im Retro-Design: Innenraum und Extras
Der Innenraum des Scrambler Restomods vereint klassisches Design mit modernem Komfort. Die Materialien sind wetterfest gewählt und bieten Schutz vor Umwelteinflüssen. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören Bluetooth, ein aktuelles Audiosystem, Klimatisierung, zusätzliche Schalldämmung sowie eine elektrische Feststellbremse. Kunden können zwischen drei Farbthemen (Schwarz, Beige, Blau) und verschiedenen Dachvarianten (Halb- oder Vollhardtop) wählen.
Besonders auffällig sind die periodengerechten Grafikpakete, die Vigilante anbietet.
„Der Vigilante Scrambler richtet sich an Enthusiasten, die einen Bronco zu gewöhnlich und einen FJ zu spartanisch finden.“So beschreibt Daniel van Doveren, Gründer von Vigilante 4×4, die Zielgruppe. Der Preis für den Restomod beginnt bei 260.000 Dollar – ein hoher Betrag, der jedoch im Segment der hochwertigen Oldtimer-Restomods üblich ist.
Schnelle Umsetzung: Fertigstellung in neun Monaten
Vigilante 4×4 verspricht eine deutlich schnellere Bauzeit als bei herkömmlichen Restomods: Statt zwei bis vier Jahren soll der Scrambler in nur neun Monaten fertiggestellt werden. Damit setzt die Werkstatt neue Maßstäbe in puncto Effizienz und Qualität.
Wer selbst einen besonderen Restomod entdeckt hat, kann sich an die Redaktion von The Drive wenden: [email protected].