Der japanische Automobilhersteller Mazda hat angekündigt, sein erstes rein elektrisches Fahrzeug um zwei Jahre zu verschieben – von 2027 auf frühestens 2029. Stattdessen setzt das Unternehmen verstärkt auf Hybrid- und Verbrennermodelle. Diese strategische Neuausrichtung könnte sich als kluger Schachzug erweisen, da die Nachfrage nach E-Autos in Schlüsselmärkten wie den USA nachlässt und Hybride derzeit boomen.

Während Konkurrenten wie Ford, General Motors und Stellantis Milliardenverluste durch abgebrochene E-Auto-Projekte hinnehmen mussten, bleibt Mazda weitgehend verschont. Der Grund: Das Unternehmen hat seine Investitionen in die Elektromobilität deutlich reduziert – von geplanten 12,5 Milliarden auf etwa 7,5 Milliarden US-Dollar bis 2030. Da Mazda noch keine großen Produktionsanlagen für E-Autos aufgebaut hatte, fielen keine Abschreibungen oder Wertminderungen an.

Hybride im Fokus

Mazda setzt nun auf die Entwicklung neuer Hybridmodelle, darunter ein überarbeitetes CX-5-Hybridmodell mit dem hauseigenen Skyactiv-Z-Antriebssystem. Auch in den USA, wo Hybride derzeit besonders gefragt sind, will das Unternehmen seine Hybridstrategie ausbauen. Aktuell machen Hybridversionen des CX-50 bereits 35 bis 40 Prozent der Verkäufe aus.

Ein Sprecher von Mazda betonte während einer Bilanzpräsentation:

„Wir haben die Entscheidung getroffen, bevor wir überhaupt begonnen haben. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen waren wir immer vorsichtig.“

Kein vollständiger Verzicht auf E-Autos

Trotz des Fokus auf Hybride wird Mazda seine E-Auto-Modelle wie den Mazda 6e und den CX-6e weiterhin in ausgewählten Märkten wie Europa und Australien anbieten. Diese Fahrzeuge werden in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Changan entwickelt.

Während andere Hersteller ihre E-Auto-Pläne aufgrund sinkender Nachfrage zurückfahren mussten, zeigt Mazdas vorsichtige Strategie, dass eine bedachte Herangehensweise langfristig Kosten sparen und Risiken minimieren kann.

Quelle: CarScoops