Mitsubishi Motors hat in den USA einen Rückruf für über 108.000 Fahrzeuge der Modelle Outlander und Outlander PHEV angekündigt. Grund ist ein potenzielles Korrosionsrisiko an den Heckklappen-Struts, das zu einem Bruch führen könnte.

Erster Rückruf des Jahres – und eine Erweiterung

Mitsubishi führt damit seinen ersten Rückruf im Jahr 2024 durch – allerdings handelt es sich um eine Erweiterung eines bereits im Vorjahr angekündigten Rückrufs. Ursprünglich betraf die Maßnahme nur Fahrzeuge in Staaten mit hohem Einsatz von Streusalz. Nun wurde der Rückruf auf alle betroffenen Modelle ausgeweitet, unabhängig vom aktuellen Standort.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Der Rückruf umfasst folgende Modelle und Baujahre:

  • Outlander PHEV: Bauzeitraum 13. November 2017 bis 11. März 2022
  • Outlander (Verbrenner): Bauzeitraum 12. April 2013 bis 18. Dezember 2020

Warum der Rückruf?

Das Problem betrifft die Gasdruck-Struts der Heckklappe. Bei Kontakt mit salzhaltigem Wasser kann es zu Korrosion kommen, die im schlimmsten Fall zum Bruch des Struts führt. Dies könnte die Heckklappe unkontrolliert nach oben schnellen lassen und ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Kostenloser Austausch durch Mitsubishi

Betroffene Fahrzeughalter erhalten die Möglichkeit, die defekten Struts kostenlos bei einem Mitsubishi-Händler austauschen zu lassen. Die Maßnahme gilt für alle Fahrzeuge, die ursprünglich in den sogenannten „Salzgürtel-Staaten“ zugelassen waren. Dazu gehören unter anderem:

  • Alaska, Connecticut, Delaware, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas
  • Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota
  • Missouri, Nebraska, New Hampshire, New Jersey, New York, Ohio
  • Pennsylvania, Rhode Island, South Dakota, Utah, Vermont, West Virginia, Wisconsin

Hintergrund: Mitsubishi und Rückrufe

Mitsubishi führt im Vergleich zu anderen Herstellern wie Ford nur selten Rückrufe durch. Der aktuelle Fall zeigt jedoch, dass auch japanische Hersteller von Materialermüdung betroffen sein können. Während Ford in den USA regelmäßig Massenrückrufe durchführt, bleibt Mitsubishi meist unter dem Radar – bis auf solche gezielten Maßnahmen.

„Dieser Rückruf unterstreicht die Bedeutung von regelmäßigen Wartungschecks, insbesondere bei Fahrzeugen, die in Regionen mit hoher Salzbelastung eingesetzt werden.“

Was müssen betroffene Halter tun?

Mitsubishi informiert betroffene Kunden per Post. Die Händler stehen für Rückfragen und Terminvereinbarungen zur Verfügung. Der Austausch der Struts dauert in der Regel nur wenige Stunden und ist für den Kunden mit keinem Aufwand verbunden.

Quelle: CarScoops