Kosten für Namensänderung: Pentagon gibt Schätzungen bekannt
Die Umbenennung des US-Verteidigungsministeriums in „Kriegsministerium“ könnte teuer werden. Das Pentagon hat in einem Gesetzesentwurf an den Kongress die offizielle Namensänderung beantragt – und gleichzeitig eingeräumt, bereits rund 50 Millionen Dollar für die Umsetzung ausgegeben zu haben.
Laut einem Bericht von Inside Defense entfielen davon etwa 44,6 Millionen Dollar auf IT-Systeme, Infrastruktur und Verwaltung. Doch selbst diese Summe könnte vergeblich gewesen sein: Eine tatsächliche Umbenennung erfordert eine gesetzliche Änderung, die allein der Kongress beschließen kann.
Mögliche Gesamtkosten: Bis zu 125 Millionen Dollar
Die Congressional Budget Office (CBO) schätzt, dass die vollständige Umbenennung des Pentagon zwischen 50 und 125 Millionen Dollar kosten könnte. Eine breite und schnelle Umsetzung würde die Ausgaben in den oberen Bereich treiben. Noch höher könnten die Kosten ausfallen, wenn der Kongress zusätzliche Maßnahmen wie neue Uniformen oder Dokumente beschließt.
„Die Kosten lägen bei einigen Millionen Dollar, wenn das Pentagon die Umbenennung schrittweise umsetzt. Bei einer flächendeckenden und schnellen Einführung könnten sie jedoch auf bis zu 125 Millionen Dollar steigen“, heißt es in der CBO-Studie. Eine gesetzlich verankerte Namensänderung könnte sogar „Hunderte Millionen Dollar“ verschlingen, abhängig von der Umsetzung.
Trumps Regierungsstil: Hohe Kosten trotz Sparappellen
Die geplante Umbenennung ist nur ein Beispiel für die teuren Reformen der Trump-Administration. Trotz wiederholter Versprechen, die Staatsausgaben zu kürzen, gehen viele Projekte mit versteckten Kosten einher. So fordert eine Gruppe republikanischer Senatoren unter Führung von Lindsey Graham derzeit 400 Millionen Dollar für den Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus.
Als Begründung wird die angebliche „nationale Sicherheit“ angeführt – ein Argument, das nach dem Attentat beim Weißen Haus-Korrespondenten-Dinner am vergangenen Wochenende an Bedeutung gewinnen soll. Die Republikaner behaupten, der Präsident benötige den 90.000 Quadratmeter großen Ballsaal und das darunterliegende militärische Komplex, um besser geschützt zu sein. Wie die Secret Service – die auch für die Sicherheit beim Dinner zuständig war – diese Maßnahme hätte verhindern können, bleibt unklar.
Fazit: Symbolpolitik mit hohen Preisen
Ob die Umbenennung des Pentagon tatsächlich kommt, hängt vom Kongress ab. Doch selbst wenn der Name geändert wird, bleibt fraglich, ob der symbolische Akt den hohen Preis rechtfertigt. Die bereits getätigten Ausgaben von 50 Millionen Dollar könnten nur der Anfang sein – weitere Millionen könnten folgen, ohne dass sich die Funktionsweise der Behörde ändert.