Die Erinnerung an die Xbox One aus dem Jahr 2013 ist noch frisch: Microsofts Pläne, die Konsole dauerhaft online zu halten, lösten damals massive Proteste aus. Die Forderung nach uneingeschränktem Offline-Gaming blieb zwar bestehen, doch die Begeisterung dafür schwindet zunehmend.

Jetzt scheint Sony ein ähnliches Modell einzuführen – allerdings mit einer neuen DRM-Lösung. Diese erzwingt, dass Spieler mindestens alle 30 Tage eine Verbindung zu den PlayStation-Servern herstellen müssen. Andernfalls wird die Lizenz deaktiviert, und Spiele lassen sich nicht mehr offline starten, bis die Lizenz durch einen erneuten Online-Check reaktiviert wurde.

Laut dem Entwickler Lance McDonald betrifft diese Regelung nicht nur die PlayStation 4, sondern auch die PS5. „Jedes digital erworbene Spiel erfordert nun alle 30 Tage einen Online-Check“, erklärte er in einem Tweet.

DRM-Systeme, die eine regelmäßige Lizenzüberprüfung verlangen, sind zwar nicht neu – Denuvo, eine der bekanntesten Lösungen, funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Dabei wird ein gültiges Token ausgestellt, das nach einigen Wochen abläuft und erneuert werden muss. Ob Sony nun ein ähnliches System einsetzt oder ob es sich um einen Fehler handelt, bleibt jedoch unklar. Sollte es Absicht sein, wäre dies ein deutlicher Schritt in Richtung invasiverer DRM-Maßnahmen, wie sie bereits diskutiert wurden.