Washington – Die Ernennung von Dr. Brian Christine zum Leiter der US-amerikanischen Hantavirus-Bekämpfung sorgt für Kontroversen. Wie CNN berichtet, war der neue Assistenzsekretär für Gesundheit im US-Gesundheitsministerium zuvor vor allem als Urologe für Penisimplantate bekannt.
Christine, der auch als Vier-Sterne-Admiral im US Public Health Service diente, ist nun einer der führenden Köpfe der US-Gesundheitspolitik. Bei einer Pressekonferenz in Nebraska betonte er, die Bekämpfung des aktuellen Hantavirus-Ausbruchs werde „wissenschaftlich fundiert“ und „transparent“ erfolgen.
Doch sein Werdegang weicht stark von dem klassischer Gesundheitsbeamter ab. Neben seiner militärischen Laufbahn verbreitete Christine während der Pandemie gefährliche Verschwörungstheorien und lehnte Corona-Maßnahmen ab. Er behauptete, die Pandemie sei Teil einer staatlichen Kontrolle und weigerte sich, eine klare Impfempfehlung für seine Patienten auszusprechen.
Der 62-Jährige war zudem Gastgeber der YouTube-Serie „Erection Connection“, in der er mit Kollegen über Erektionsstörungen diskutierte.
Aktuell werden in den USA mehr als 40 Personen im Zusammenhang mit einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff beobachtet. Die CDC teilte jedoch mit, dass in den USA bisher keine Fälle bestätigt wurden und das Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering sei. Weltweit wurden neun Infektionen gemeldet, darunter zwei Todesfälle bei einem niederländischen Ehepaar, das sich vermutlich in Argentinien ansteckte.