Die US-Regierung unter Präsident Trump setzt auf künstliche Intelligenz, um die Organisation des Luftraums zu modernisieren. Verkehrsminister Sean Duffy bestätigte kürzlich auf einer Veranstaltung von Semafor, dass das neue System SMART (Strategic Management of Airspace Routing Trajectories) entwickelt wird, um Fluglotsen bei der Planung zu unterstützen.

Drei Unternehmen – Palantir, Thales SA und Air Space Intelligence – konkurrieren um den Auftrag. Palantir teilte bereits mit, einen Vertrag mit der Federal Aviation Administration (FAA) abgeschlossen zu haben. Ziel sei es, die Luftfahrtsicherheit durch moderne Datenanalyse zu verbessern.

Die Software soll laut Duffy Flugzeuge bis zu 45 Tage im Voraus koordinieren, um Verspätungen zu minimieren. Bei einem Interview mit CBS News erklärte er:

„Diese KI kann vorhersagen: ‚Wir sehen in 45 Tagen ein Problem. Lasst uns einige Flüge um wenige Minuten verschieben – dann gibt es keine Verzögerungen.‘“

Doch trotz der versprochenen Effizienzsteigerung gibt es massive Bedenken. Kritiker verweisen auf die Fehleranfälligkeit von KI-Systemen, die bereits in anderen Bereichen wie Personalplanung oder Verkehrsvorhersagen versagt haben. Palantir selbst hatte erst kürzlich Probleme mit einer KI-gesteuerten Snackautomatenverwaltung gemeldet – ein Indiz für die Instabilität solcher Systeme.

Duffy betont zwar, dass die KI keine menschlichen Fluglotsen ersetzen soll. Doch die Skepsis bleibt: Wenn selbst einfache KI-Anwendungen wie ein Snackautomat an ihre Grenzen stoßen, wie zuverlässig ist dann ein System, das über den gesamten US-Luftraum entscheiden soll?

Die FAA steht bereits jetzt in der Kritik. Erst kürzlich sorgte ein Vorfall am Flughafen El Paso für Aufsehen, der durch ein militärisches Lasersystem ausgelöst wurde – ein Zeichen für die Komplexität moderner Luftverkehrssysteme.

Quelle: Futurism