Nach fast 30 Jahren ununterbrochener Produktion hat BMW die Fertigung des Z4 eingestellt. Der letzte G29 Z4 verließ kürzlich das Werk von Magna Steyr in Österreich. Damit endet eine Ära, in der die bayerische Marke mit ihren zweisitzigen Roadstern Maßstäbe setzte.

Der Z4 war in den USA der Nachfolger des legendären Z3 und prägte über Jahrzehnte das Bild der offenen Sportwagen. Zwischen der vorletzten und letzten Generation gab es eine dreijährige Pause, doch nun ist die Produktion endgültig eingestellt – zumindest vorerst. Auch der 8er Cabrio, einst das Topmodell der Marke, wird nicht mehr produziert. Übrig bleibt nur noch das 4er Cabrio als einziges offenes Modell im BMW-Programm.

Ein Roadster mit besonderem Charme

Der G29 Z4, die aktuelle Generation, überzeugte mit einer Mischung aus Sportlichkeit und Luxus. Besonders gegen Produktionsende wurde er sogar mit einem manuellen Sechsganggetriebe angeboten – eine Seltenheit in der modernen Automobilwelt. „Ein verstecktes Juwel“, wie ihn einige Tester bezeichneten. Die Z-Serie von BMW war stets eine Nische, aber eine mit Charakter: weniger puristisch als ein Mazda MX-5, aber komfortabler als ein Mercedes SLK. Die M-Varianten boten mehr Performance, doch die meisten Modelle setzten auf Fahrspaß mit einem Hauch von Luxus.

Die Verkaufszahlen stiegen zuletzt sogar wieder an, als BMW die Final Edition des Z4 vorstellte. Doch trotz der Beliebtheit des letzten Modells gibt es derzeit keinen Nachfolger in Planung. Sollte Toyota den Supra tatsächlich in einer neuen Generation wiederbeleben, wird dies ohne BMWs Beteiligung geschehen.

Das Erbe des Z4

Die Z-Serie begann mit dem Z3 und entwickelte sich über die Jahre zu einem Symbol für sportliche Eleganz. Die Modelle waren nie die günstigsten oder technisch fortschrittlichsten ihrer Klasse, doch sie besaßen einen unverwechselbaren Charakter. Viele Fans schätzen genau diese Individualität – ein Roadster, der nicht nur fahren, sondern auch eine Haltung vermitteln sollte.

Ob der Z4 jemals zurückkehren wird, ist ungewiss. BMW konzentriert sich aktuell auf andere Modelle, doch die Lücke, die der Z4 hinterlässt, bleibt spürbar. Für Enthusiasten ist es ein trauriger Moment, doch die Erinnerung an fast drei Jahrzehnte Roadster-Tradition bleibt unvergessen.

Quelle: The Drive