Ein Superheldenfilm, der sich wie ein Horrorfilm anfühlt
Superheldenfilme leben normalerweise von Hoffnung und Happy Ends. Selbst düstere Geschichten wie Batman oder Der Punisher enden mit Rache oder Erlösung. Clayface, der neue DCU-Film, bricht mit dieser Tradition – und setzt stattdessen auf pure Horror-Ästhetik.
Was der Trailer verrät
Der erste Trailer zu Clayface enthüllt kaum Handlung, aber umso mehr den Ton: schrille Musik, blutige Gore-Szenen und verstörende Bilder von schmelzenden Gesichtern prägen den Clip. Die Hauptfigur Matt Hagen (Tom Rhys Harries) ist ein aufstrebender Schauspieler, dessen Karriere nach einem Unfall endet. Durch eine experimentelle Behandlung verwandelt er sich in eine formbare Tonmasse – und wird zum Albtraum.
Während der Comic-Charakter Clayface als Schurke agiert, deutet der Trailer an, dass Hagens körperlicher Verfall beim Publikum viszerale Angst auslösen soll. Ein radikaler Ansatz für einen Superheldenfilm.
Die Macher hinter dem Projekt
Verantwortlich für das Drehbuch ist Mike Flanagan, bekannt für Horror-Serien wie The Haunting of Hill House und Midnight Mass. DCU-Chef James Gunn bestätigte, dass Flanagans Pitch so überzeugend war, dass das Projekt sofort grünes Licht erhielt. Regie führt James Watkins, der zuletzt mit dem Remake von Speak No Evil für Aufsehen sorgte.
Clayface: Von den Comics zurück zum Horror
Die Figur Clayface hat eine lange Comic-Geschichte: Ursprünglich als Basil Karlo (1940) ein Schauspieler, der zwischen Realität und Filmrolle nicht mehr unterscheiden konnte, wurde die Figur später zu Matt Hagen (1961) weiterentwickelt. Dieser verwandelte sich nach einem Unfall in eine schleimige Kreatur – ein Konzept, das der neue Film nun radikal neu interpretiert.
Warum Superheldenfilme selten Horror sind
Viele Superhelden haben Wurzeln im Horrorgenre: Batman und der Joker stammen aus düsteren Pulp-Geschichten, Hulk ist eine Mischung aus Dr. Jekyll und Mr. Hyde und Frankenstein. Dennoch mischen nur wenige Filme die Genres konsequent. Ausnahmen wie Blade oder The New Mutants kehren am Ende stets zum klassischen Superhelden-Schema zurück.
Clayface könnte hier eine Ausnahme werden: Der Film scheint Superhelden-Kino neu zu definieren – mit Horror-Elementen, die bis zum Ende durchgehalten werden.
Die wichtigsten Fakten zu Clayface
- Hauptdarsteller: Tom Rhys Harries als Matt Hagen
- Regie: James Watkins
- Drehbuch: Mike Flanagan
- Genre-Mix: Superheldenfilm mit Horror-Elementen
- Kinostart: Noch nicht angekündigt