Ein verlorenes Entenküken, ein Asteroidengürtel voller skurriler Felsbewohner und eine Prise Nostalgie – das ist die Welt von Duck Side of the Moon, dem Debüt von Starbrew Games. Das Spiel verspricht ein gemütliches Abenteuer, das Spieler mit seinem Charme und einer entspannten Atmosphäre in seinen Bann zieht. Doch trotz aller Niedlichkeit bleiben einige Schwächen nicht verborgen.
Ein kurzes, aber charmantes Abenteuer
Als Doug, ein einsames Entenküken, strandet man in einem fremden Asteroidengürtel und versucht, ein neues Zuhause zu finden. Dabei springt man von Asteroid zu Asteroid, hilft den exzentrischen Bewohnern und vertreibt sich die Zeit mit Mini-Spielen. Das Spiel erinnert an klassische, familienfreundliche Adventure-Titel – leicht zu meistern, aber voller Charme und Abwechslung. Allerdings fehlt es an Herausforderung, und einige raue Kanten verhindern, dass das Abenteuer vollends abhebt.
Sammeln, Handwerken und Upgrades – ein System mit Lücken
Ein zentraler Bestandteil des Spiels ist das Sammeln von Bolts, einer Währung, mit der man das Raumschiff repariert und Upgrades freischaltet. Dazu gehören praktische Verbesserungen wie ein zusätzlicher Stauraum für das Inventar oder ein Kleiderschrank für neue Outfits. Doch viele Upgrades sind rein kosmetisch und haben kaum Einfluss auf das Gameplay. Obwohl man schnell genug Bolts für alle Upgrades sammelt, fühlt sich das System oft leer an. Große Teile des Handwerks- und Sammelsystems bleiben ungenutzt, da sie für die Geschichte nicht zwingend erforderlich sind. Das macht das gesamte System eher optional als belohnend.
Bewegungssystem als Highlight
Einen echten Lichtblick bietet das Bewegungssystem von Doug. Man kann jederzeit zwischen Fliegen und Laufen wechseln – eine einfache, aber geniale Funktion. Während das Fliegen die schnelle und flexible Fortbewegung im Asteroidengürtel ermöglicht, sorgt das Laufen für präzise Interaktionen mit NPCs oder Objekten. Besonders in der niedrigen Schwerkraft kann das Fliegen frustrierend sein, wenn man an Objekten vorbeischwebt. Der Wechsel zwischen den Bewegungsarten per Knopfdruck ist daher eine willkommene Lösung. Diese Flexibilität macht die Erkundung des Asteroidengürtels zu einem lohnenden Erlebnis. Zwischen versteckten Schätzen und Geheimnissen zu stöbern, fühlt sich dank der flüssigen Bewegung belohnend an – nicht frustrierend.
Loot und Belohnungen: Viel Auswahl, wenig Notwendigkeit
Von Froschhüten über Musikstücke bis hin zu Accessoires – das Spiel bietet eine Fülle an Sammelobjekten. Jeder Fund fühlt sich wie eine kleine Belohnung an, auch wenn viele dieser Gegenstände rein kosmetisch sind. Dennoch lohnt es sich, jeden Asteroiden genau zu untersuchen, da die versteckten Schätze und Geheimnisse das Spiel bereichern. Doch trotz der Vielzahl an Optionen bleibt das Gefühl, dass viele dieser Elemente optional sind und nicht zwingend zum Fortschritt beitragen.
Fazit: Ein gemütliches Abenteuer mit Potenzial
Duck Side of the Moon ist ein niedliches, entspanntes Spiel, das mit seinem Charme und seiner Atmosphäre überzeugt. Die Welt ist voller skurriler Charaktere und versteckter Schätze, die zum Erkunden einladen. Allerdings fehlt es an Tiefe und Herausforderung, und einige Systeme wirken unausgereift. Dennoch lohnt sich das Abenteuer für Fans von gemütlichen, familienfreundlichen Spielen – auch wenn es nicht vollends abhebt.