Die Philadelphia Eagles setzen erneut auf ein unkonventionelles Talent: Mit dem 251. Pick im NFL-Draft 2026 wählten sie den Defensive Tackle Uar Bernard, der bisher nie organisiert Football gespielt hat. Ein riskanter Zug – doch die Eagles hoffen auf eine Wiederholung ihrer Erfolgsgeschichte mit Jordan Mailata.
Vor acht Jahren hatte Philadelphia den damals unbekannten Tackle Mailata in der siebten Runde gedraftet. Heute ist er ein etablierter Starter und wurde 2024 sogar zum Second-Team All-Pro gewählt. Bernard durchlief zunächst das NFL International Player Pathway Program und wurde über das Nigeria Camp von Osi Umenyiora entdeckt. Seine beeindruckenden athletischen Fähigkeiten – darunter ein 4,63-Sekunden-Sprint über 40 Yards und ein 39-Zoll-Vertikalsprung – überzeugten die Eagles.
„Es ist ein Traum für mich, denn ich habe hart dafür gearbeitet“, sagte Bernard nach seiner Auswahl. „Ich habe nie Football gespielt, aber die Drills haben mir gezeigt, dass ich jeden Tag besser werden kann. Ich danke Gott für diese Chance.“
Auch General Manager Howie Roseman betonte die Bedeutung des Projekts: „Wir wollten dem Jungen eine Chance geben. Unser Ansatz hat sich bereits bewährt – wir haben viel Zeit in ihn investiert.“ Head Coach Clint Hurtt reiste extra zu Bernard, um ihn persönlich zu testen. „Er hat körperliche Werkzeuge, aber es wird Zeit brauchen. Viel Zeit.“
Ein Trend in der NFL: Globale Talentsuche ohne Grenzen
Bernards Draft zeigt einen wachsenden Trend in der NFL: Teams suchen weltweit nach unentdeckten Talenten – selbst wenn diese noch nie organisiert Football gespielt haben. Mailatas Weg vom International-Pathway-Programm zum Super-Bowl-Champion unterstreicht das Potenzial solcher Projekte. Mit der Globalisierung des Sports steigt die Bereitschaft, auf unkonventionelle Wege zu setzen.
Ob Bernard den Sprung schafft, bleibt offen. Doch die Eagles setzen bewusst auf Risiko – in der Hoffnung, erneut einen Hidden Champion zu finden.