Der niederländische Designer Niels van Roij hat mit seinem Unternehmen Autoforma einen einzigartigen Audi TT Roadster der ersten Generation im Stil des legendären 1995er Audi TTS-Konzepts neu interpretiert. Auftraggeber ist der niederländische Architekt und Designer Joss Baijens, der die Vision des Bauhaus-Designs der 1990er-Jahre in einem modernen Einzelstück verwirklicht sehen wollte.

Der erste Audi TT gilt als eines der prägendsten Automobildesigns der 1990er-Jahre – eine Hommage an den Bauhaus-Stil mit klaren Linien und runden Formen, basierend auf der Technik des VW Golf. Baijens, bekannt für seine Arbeit im Bereich Innenarchitektur und Brillenkollektionen, ließ den Roadster bei Autoforma als Restomod umbauen. Das Ergebnis ist ein puristisches Einzelstück, das sich eng an das ursprüngliche Konzept anlehnt.

Technische und optische Veränderungen

Als Basis diente ein 1999er Audi TT Roadster. Doch statt der serienmäßigen Elemente setzt das neue Design auf maximale Reduktion: Der Stoffdach wurde entfernt und durch eine körperfarbene Heckabdeckung ersetzt, die nahtlos in das Design des Heckdeckels übergeht. Zudem entfielen der Heckspoiler, die Antenne und das dritte Bremslicht, was dem Fahrzeug eine noch klarere Silhouette verleiht.

Weitere Modifikationen umfassen:

  • Karosserieteile aus Carbon: Untere Stoßfänger und Seitenschweller in Carbonoptik mit schlankeren Lufteinlässen, einer dezenten Seitenbelüftung und einem minimalistischen Heckdiffusor.
  • Kleinere Spiegel: Die Seitenspiegel wurden auf die Scheiben verlegt, um die Linienführung zu optimieren.
  • Bespoke Kotflügel: Die vorderen Kotflügel verfügen über integrierte Seitengitter, wofür der Behälter für die Scheibenwaschanlage in den Kofferraum verlegt wurde.

Exklusives Design und Interieur

Der TTS Roadster präsentiert sich in einer zweifarbigen Lackierung: Die obere Karosserie ist in Nimbus Grau Perl Effect glänzend lackiert, während der untere Bereich, die sechs Speichen-Alufelgen und die Windschutzscheibenumrandung in mattem Grau gehalten sind. Das Interieur besticht durch braunes Leder, das in einem zweisitzigen, nun permanent offenen Innenraum verarbeitet wurde.

Unter der Haube bleibt die Technik weitgehend original: Die Federung wurde abgesenkt und die Spur verbreitert, um eine sportlichere Straßenlage zu erreichen. Laut Autoforma wurden keine Leistungssteigerungen vorgenommen – der Motor bleibt ein turboaufgeladener 1,8-Liter-Vierzylinder mit 222 PS (225 PS) in der quattro-Version, kombiniert mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Die leistungsstärkere 3,2-Liter-VR6-Variante mit 247 PS folgte erst 2003.

Einzelstück mit besonderer Geschichte

Autoforma hat die Kosten für das Projekt nicht kommuniziert, bestätigte jedoch, dass der TTS Roadster ein Einzelstück bleibt. Das Fahrzeug gehört nun Joss Baijens, der den gesamten Prozess eng begleitete. Sein Engagement für das Design des Audi TT zeigt sich auch in seiner Arbeit als Architekt und Designer.

Der Audi TT beendete im November 2023 nach 25 Jahren und drei Generationen mit insgesamt 662.762 verkauften Einheiten seine Produktion in Győr, Ungarn. Doch die Zukunft des Namens könnte bereits 2027 mit einem vollelektrischen Sportwagen neu geschrieben werden.

Quelle: CarScoops