Damon Jones, ehemaliger NBA-Spieler und Assistenztrainer, hat als erster Beteiligter im bundesweiten Wettskandal der NBA ein Schuldbekenntnis abgelegt. Der 43-Jährige bekannte sich am Dienstag in einem New Yorker Bundesgericht in zwei Anklagepunkten der Verschwörung zum Betrug per Telefon und Internet für schuldig.
Die Vorwürfe beziehen sich zum einen auf manipulierte Sportwetten, bei denen Jones nicht-öffentliche Informationen über verletzte NBA-Spieler an Wettende weitergab. Zum anderen soll er als „Lockvogel“ fungiert haben, um unerfahrene Pokerspieler in manipulierte Spiele zu locken, die mit organisierter Kriminalität in Verbindung standen.
Laut Anklage erhielt Jones für die Weitergabe von Insiderwissen entweder eine feste Gebühr oder einen Anteil an den Gewinnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dies während der NBA-Saisons 2022/23 und 2023/24 mehrfach getan zu haben. In dieser Zeit arbeitete Jones als Assistenztrainer bei den Los Angeles Lakers.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Jones nur einer von mehreren Beteiligten ist. Bereits einen Tag vor seinem Schuldbekenntnis hatten die Staatsanwälte angekündigt, gegen den ehemaligen NBA-Spieler Terry Rozier zusätzliche Anklagepunkte wegen des Verdachts auf Bestechung zu erheben. Rozier soll laut einem Zitat des Anwalts im Magazin The Athletic „Bestechungsgelder angenommen und angeboten“ haben.
Die Vorwürfe gegen Rozier beziehen sich auf seine Zeit bei den Charlotte Hornets. Die Ermittlungen zeigen, dass mehrere Beteiligte nicht-öffentliche Informationen über NBA-Spiele nutzten, um Wetten zu platzieren und Profite zu erzielen. Jones‘ Geständnis markiert einen ersten Schritt in der Aufklärung des weitreichenden Skandals, der das Image der NBA schwer belastet.