Ford und Lincoln kämpfen mit sinkenden Verkaufszahlen
Die Verkaufszahlen von Ford und Lincoln sind im April um 14,4 % eingebrochen und verschärfen damit die bereits schwierige erste Jahreshälfte. Nach einem Rückgang von 8,8 % im ersten Quartal setzte sich der Negativtrend fort. Insgesamt verkaufte die Ford-Gruppe im April 178.667 Fahrzeuge – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Elektrofahrzeuge und Verbrenner gleichermaßen betroffen
Besonders stark betroffen waren elektrifizierte Fahrzeuge: Ihr Absatz sank um 31,1 %, wobei reine Elektroautos um 24,8 % und Hybride um 32,5 % zurückgingen. Selbst Verbrenner, die als sichere Wahl galten, verloren 11,8 % an Verkäufen. Auf Jahresbasis zeigt sich ein ähnliches Bild: Ford-Fahrzeuge insgesamt sind um 10,6 % rückläufig, wobei Pick-ups um 12,1 % und SUVs um 10,9 % einbrachen.
Mustang als einziger Wachstumstreiber
Der Ford Mustang stach als einziger Lichtblick heraus: Im April stieg der Absatz um 18,4 % auf 5.830 Einheiten. Im Jahresvergleich verzeichnete das Modell ein Plus von 39,2 % mit insgesamt 19.904 verkauften Fahrzeugen bis April. Damit ist der Mustang das einzige Passagierauto, das Ford in den USA noch anbietet und gleichzeitig das einzige Modell mit Wachstum.
Mustang Mach-E verliert massiv an Boden
Sein elektrisches Pendant, der Mustang Mach-E, kämpft dagegen mit massiven Absatzproblemen: Im April wurden nur 2.670 Einheiten verkauft – ein Rückgang von 8,8 %. Im Jahresvergleich sieht es noch düsterer aus: Die Verkäufe brachen um 50 % ein, von 14.535 auf 7.270 Einheiten.
Einzelne Modelle zeigen leichte Erholung
Einige Modelle verzeichneten jedoch leichte Zuwächse: Der Ford Bronco stieg um 18,6 %, der Transit um 22 % und der Explorer um 1 %. Auch schwere Nutzfahrzeuge wie der E450 und F550 legten um 7,4 % zu. Alle anderen Ford-Modelle verzeichneten zweistellige Rückgänge, darunter der Ranger mit minus 25,1 % (5.245 Einheiten).
Lincoln: Luxusmarke mit schweren Verlusten
Auch die Luxusmarke Lincoln kämpft mit sinkenden Verkaufszahlen. Insgesamt ging der Absatz im Jahresvergleich um 7,4 % zurück, im April sogar um 21,4 %. Lediglich der Nautilus konnte ein Plus von 7,7 % verzeichnen. Die restlichen Modelle verzeichneten starke Rückgänge:
- Aviator: minus 26,5 %
- Corsair: minus 40,1 %
- Navigator: minus 41,7 % (1.600 verkaufte Einheiten)
Besonders der Navigator, erst 2025 neu gestaltet und als Flaggschiff der Luxusklasse positioniert, verzeichnete einen dramatischen Einbruch. Dieser Rückgang wirft Fragen zur Strategie von Lincoln auf.
Fazit: Ford setzt auf Verbrenner – Elektrooffensive stockt
Während der Mustang als einziger Wachstumstreiber glänzt, kämpfen sowohl Ford als auch Lincoln mit sinkenden Verkaufszahlen. Die Elektrooffensive, insbesondere mit dem Mustang Mach-E, zeigt bisher wenig Erfolg. Die traditionellen Verbrenner verlieren ebenfalls an Boden, was die Herausforderungen für den US-Automarkt unterstreicht. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Ford seine Strategie anpassen kann, um die Talfahrt zu stoppen.