Eine neue Koalition aus 29 bedeutenden Akteuren des Gesundheitssektors will den Prozess der Vorabgenehmigungen für medizinische Behandlungen vereinfachen. Dies gab Dr. Mehmet Oz, Administrator der Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS), auf dem Future of Health Summit von Axios bekannt.
Hintergrund und Ziele der Koalition
Bereits im vergangenen Sommer hatten mehrere große Krankenversicherer freiwillig zugesagt, den Prozess der Vorabgenehmigungen in allen Versicherungsmärkten zu optimieren. Dr. Oz betonte jedoch, dass bisher vor allem die Leistungserbringer – also Ärzte und Kliniken – nicht ausreichend kooperiert hätten:
"Die Versicherer haben mitgespielt. Aber wer hat es bis heute nicht getan? Die Leistungserbringer."
Die neue Koalition umfasst neben Versicherern auch Krankenhäuser und Anbieter von Gesundheitsakten. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Prüfung medizinischer Verfahren – bekannt als Vorabgenehmigung – effizienter zu gestalten.
Digitale Lösungen und KI im Fokus
Bereits Anfang des Monats hatte Dr. Oz in einem Blogbeitrag gefordert, den Papierkram durch digitale Lösungen zu ersetzen:
"Es ist längst überfällig, das Fax zu streichen, den Klemmbrett-Wahnsinn zu beenden und den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen."
Zudem setzt die CMS seit Anfang des Jahres in einigen Bundesstaaten auf KI-gestützte Vorabprüfungen für bestimmte Gesundheitsleistungen. Ziel ist es, unnötige Behandlungen zu identifizieren. Dies sorgt jedoch bei Ärzten für Verunsicherung.
Historische Entwicklung und aktuelle Herausforderungen
Traditionell erforderte das klassische Medicare-Programm für die meisten Medikamente und Dienstleistungen keine Vorabgenehmigungen. Doch in den privat betriebenen Medicare Advantage-Plänen wurde der Prozess zu einem zentralen Streitpunkt, da er bei Ärzten für erheblichen administrativen Aufwand sorgte.
Die neue Koalition soll hier Abhilfe schaffen und den bürokratischen Aufwand für alle Beteiligten reduzieren.