Der demokratische Fraktionsvorsitzende im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries (D-N.Y.), hat sich am Montag vehement gegen die Kritik der Republikaner an seiner Wortwahl „maximaler Krieg“ verteidigt. Jeffries bezog sich damit auf die aktuellen Bemühungen der Demokraten, Wahlkreisgrenzen neu zu ziehen.

Die Äußerung fiel im Zusammenhang mit der knappen Annahme eines neuen Wahlkreisplans in Virginia, der den Demokraten eine mögliche Mehrheit von 10 zu 1 sichern könnte. Jeffries erklärte bei einer Pressekonferenz: „Wir leben in einer Ära des maximalen Krieges – überall, jederzeit.“

Die Formulierung geht auf eine anonyme Quelle in einem Artikel der New York Times vom vergangenen Sommer zurück, die die Strategie des Weißen Hauses zur Neuziehung der Wahlkreise Mitte des Jahrzehnts als „maximalen Krieg“ beschrieb.

Jeffries betonte: „Zu der Aussage ‚maximaler Krieg, überall, jederzeit‘ im Zusammenhang mit dem von den Republikanern initiierten Wahlkreisstreit stehe ich.“ Gegenüber der Kritik der „sogenannten Republikaner“ sagte er: „Ihr könnt mich weiter dafür kritisieren – mir ist das egal … Lasst mich in Ruhe.“

Jeffries verwies darauf, dass die ursprüngliche Formulierung von einer Quelle stammte, die die Times als „nah an Präsident Trump“ beschrieb.

Reaktionen der Republikaner

Nach dem Schuss auf das Weiße Haus während des Correspondents‘ Dinner reagierten mehrere republikanische Abgeordnete mit scharfer Kritik. Sie warfen Jeffries vor, mit seiner Äußerung parteiische Spannungen zu schüren.

  • Rep. Andrew Clyde (R-Ga.) schrieb auf X:
    „Hakeem Jeffries fordert ‚maximalen Krieg‘ gegen Präsident Trump und seine Regierung … Die Rhetorik der Demokratischen Partei ist teuflisch und gefährlich.“
  • Rep. Randy Fine (R-Fla.) postete:
    „Es ist inakzeptabel, dass die Demokraten im Repräsentantenhaus weiterhin schweigen, nachdem Jeffries zu ‚maximalem Krieg, überall, jederzeit‘ gegen Republikaner aufgerufen hat.“
    Fine forderte, die Demokraten sollten Jeffries zur Verantwortung ziehen.

Jeffries verurteilt politische Gewalt

Trotz der Kontroverse betonte Jeffries in seiner Pressekonferenz, dass politische Gewalt in keiner Form tolerierbar sei: „Politische Gewalt in jeder Form, gegen wen auch immer – ob links, rechts oder Mitte – ist inakzeptabel. Punkt. Ende.“

Quelle: Axios