KI optimiert Lagerbestände und reduziert Lebensmittelverschwendung
Supermärkte in den USA verursachen jährlich Lebensmittelabfälle im Wert von rund 27 Milliarden Dollar – vor allem bei frischen Produkten wie Obst, Gemüse oder Fleisch. Der Grund: Die Nachfrage ist schwer vorhersehbar, und Lagerbestände werden oft manuell geplant. Doch jetzt setzt die KI-basierte Lösung von Afresh ein Ende.
Wie die Technologie funktioniert
Afresh nutzt Deep-Learning-Modelle, um präzise Nachfrageprognosen zu erstellen. Die Software analysiert dabei nicht nur historische Verkaufsdaten, sondern auch Faktoren wie Wetter, Lebensmittelmarkenausgaben und Lieferkettenlogistik. Ein Algorithmus berechnet dann die optimale Bestellmenge für jedes Produkt.
Die Herausforderung: Frischeware verliert durch Verdunstung an Gewicht, und Kunden an Selbstbedienungskassen zahlen möglicherweise für ein Produkt, das nicht dem entspricht, was sie tatsächlich erhalten. Zudem wird weggeworfene Ware oft nicht korrekt erfasst. Afresh löst dieses Problem durch eine Kombination aus Echtzeitdatenanalyse und maschinellem Lernen.
Erfolge und Einsparungen
In Tests mit Supermärkten wie Safeway und Albertsons reduzierte Afresh die Lebensmittelverschwendung um 20 bis 25%. Die Technologie wird bereits in über 12.500 Abteilungen in den USA eingesetzt. Neben der Bestandsoptimierung hilft die KI auch bei der Umnutzung von Überschüssen – etwa durch die Verarbeitung von Avocados zu Guacamole, bevor sie verderben.
Neue Finanzierung für weiteres Wachstum
Afresh hat heute eine 34-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde bekannt gegeben, die von Just Climate und High Sage Ventures mitgestaltet wurde. Das Kapital soll für die internationale Expansion und die Weiterentwicklung der KI genutzt werden.
„Unser System hilft nicht nur Supermärkten, sondern entlastet auch die gesamte Lieferkette. Wenn die Lagerbestände stimmen, können Distributionszentren gezielter einkaufen – das reduziert Verschwendung auf allen Ebenen.“
Matt Schwartz, Mitgründer von Afresh
Zukunft der Lebensmittelwirtschaft
Die Technologie von Afresh zeigt, wie KI nicht nur Effizienz steigert, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Durch weniger Lebensmittelabfall sinken die CO₂-Emissionen, die durch Produktion, Transport und Entsorgung entstehen.
Experten gehen davon aus, dass solche Lösungen in den kommenden Jahren immer wichtiger werden – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise und wachsender Nachfrage nach Nachhaltigkeit.