Der ehemalige NFL-Quarterback Craig Morton ist am 9. Mai in seinem Zuhause in Mill Valley, Kalifornien, im Alter von 83 Jahren verstorben. Dies gab das Franchise der Denver Broncos am darauffolgenden Montag bekannt.

Morton prägte die Broncos in sechs Spielzeiten von 1977 bis 1982 und führte das Team 1977 erstmals in die Playoffs sowie in den Super Bowl XII. In dieser Saison erreichten die Broncos eine Bilanz von 12 Siegen und 2 Niederlagen. Nach Siegen in den Play-offs gegen die Steelers und Raiders unterlag das Team im Super Bowl mit 10:27 gegen die Dallas Cowboys – Morton warf dabei vier Interceptions gegen sein ehemaliges Team.

Für seine herausragenden Leistungen in der Regular Season 1977 wurde Morton als „AFC Offensive Player of the Year“ ausgezeichnet. Zudem erhielt er die Titel „Sporting News Player of the Year“, „PFWA Comeback Player of the Year“ und „NFL UPI MVP“.

Bereits im AFC Championship Game gegen die Raiders spielte Morton trotz einer Hüftverletzung, die ihn vor dem Spiel sogar für mehrere Tage ins Krankenhaus führte. Während seiner Zeit bei den Broncos führte er das Team zu zwei Divisions-Titeln und drei Playoff-Teilnahmen. Mit 11.895 Passing-Yards, 74 Touchdown-Pässen, 1.594 Pass-Versuchen und 907 erfolgreichen Pässen stellte er damals Franchise-Rekorde auf. Seine 41 Regular-Season-Siege sind bis heute die drittmeisten in der Geschichte der Broncos.

1988 wurde Morton in die „Broncos Ring of Fame“ aufgenommen, zwei Jahre nach seiner Aufnahme in die „Colorado Sports Hall of Fame“.

Seine NFL-Karriere begann Morton 1965 bei den Dallas Cowboys, die ihn als insgesamt fünften Spieler im Draft auswählten. Bis 1974 blieb er in Dallas, verlor jedoch den Starting-Job an Roger Staubach und wurde zu den New York Giants getradet. Bei den Cowboys erzielte er 10.279 Passing-Yards und 80 Touchdowns. Insgesamt warf Morton in seiner Karriere für 27.908 Yards und 183 Touchdowns und gewann 81 Regular-Season-Spiele.