Wer ist Paolo Zampolli?
Paolo Zampolli ist als US-Sondergesandter für „Globale Partnerschaften“ unter Donald Trump in mehrere internationale Kontroversen verwickelt. Der italienische Geschäftsmann und ehemalige Modelagentur-Chef gilt als Symbolfigur für die Nähe zwischen Trumps globalem Einfluss und fragwürdigen Akteuren.
Kontroverse um die Fußball-WM 2026
Zampolli sorgte kürzlich mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Aufsehen: Er regte an, Iran durch Italien bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu ersetzen. Begründet wurde dies mit der „Traumvorstellung“, die italienische Nationalmannschaft („Azzurri“) im Turnier zu sehen – trotz fehlender Qualifikation.
Reaktionen auf den Vorstoß:
- Italien: Sportminister Andrea Abodi wies den Vorschlag als „unmöglich und unangemessen“ zurück. Qualifikationen würden auf dem Platz entschieden.
- Iran: Die Botschaft bezeichnete den Versuch als „moralische Bankrotterklärung“ der USA und betonte die Bereitschaft Irans zur Teilnahme.
- FIFA: Laut BBC gibt es keine Pläne, Iran durch Italien zu ersetzen.
„Erstens ist es nicht möglich, zweitens nicht angemessen.“ – Andrea Abodi, italienischer Sportminister
Verbindungen zu Jeffrey Epstein
Zampolli behauptet, er habe Donald und Melania Trump in den 1990ern eingeführt und Melania bei der Beschaffung eines Arbeitsvisums geholfen. Zudem gibt es Vorwürfe seiner Nähe zu Jeffrey Epstein, dem verurteilten Sexualstraftäter. Melania Trump bestreitet enge Verbindungen zu Epstein und fordert ein Kongress-Hearing für Überlebende von Epsteins Missbrauch.
Zampolli selbst behauptete, er sei bereit, vor dem Kongress auszusagen – doch seine Aussagen werfen mehr Fragen auf als sie beantworten.
Weitere Vorwürfe und Trumps globale Netzwerke
Der New York Times zufolge steht Zampolli im Zusammenhang mit ICE-Praktiken, die von Menschenrechtsorganisationen kritisiert werden. Seine Rolle als Trumps Sondergesandter wirft erneut Fragen über die Vermischung von Privatinteressen und Diplomatie auf.
Experten sehen in Zampolli ein Beispiel dafür, wie Trumps Administration skrupellose Akteure in Schlüsselpositionen platziert – sei es für persönliche Vorteile oder politische Manipulation.
Fazit: Ein Mann, viele Skandale
Von der Fußball-WM über Epstein bis zu ICE – Paolo Zampolli verkörpert die Kontroversen, die Trumps globale Politik begleiten. Seine Aussagen und Handlungen zeigen, wie fragil die Grenzen zwischen Diplomatie und persönlichen Netzwerken in seiner Amtszeit waren.