Falschfahrt im Drive-in: Waymo-Robotaxi blockiert Whataburger

In San Antonio, Texas, sorgte ein Waymo-Robotaxi für Aufsehen, als es entgegen der Fahrtrichtung in den Drive-in einer Whataburger-Filiale einbog. Ein Video auf TikTok zeigt einen Polizisten, der verzweifelt mit den Armen wedelt, um das autonome Fahrzeug zu stoppen. Der Vorfall unterstreicht erneut die Herausforderungen selbstfahrender Fahrzeuge im Straßenverkehr.

Polizei kann autonomes Fahrzeug nicht stoppen

Laut Angaben der San Antonio Police Department (SAPD) war das Fahrzeug besetzt, als es den falschen Weg nahm. Die Beamten folgten den vorgegebenen Notfallprotokollen, um auf das Fahrzeug zuzugreifen und es manuell zu bewegen. Unklar bleibt, ob ein menschlicher Operator aus der Ferne oder der Polizist selbst das Fahrzeug steuerte.

„Die Beamten folgten dem vorgegebenen Verfahren, um auf das Waymo zuzugreifen, und das Fahrzeug wurde manuell bewegt“, erklärte die Polizei gegenüber dem lokalen Nachrichtenportal MySA.

Waymo wirbt mit „vollständiger Autonomie“ – doch die Realität sieht anders aus

Trotz der Werbung von Waymo, dass ihre Fahrzeuge „vollständig autonom“ fahren, sind sie weiterhin auf menschliche Eingriffe angewiesen. Das Unternehmen beschäftigt Tausende Mitarbeiter in den USA und auf den Philippinen, die im Notfall eingreifen müssen, wenn die Fahrzeuge stecken bleiben oder Probleme haben.

Waymo hatte im Februar seinen fahrerlosen Fahrdienst in San Antonio eingeführt. Dabei wurden lokale Behörden in Notfallprotokolle eingewiesen, darunter auch, wie man den autonomen Fahrmodus deaktiviert oder das Fahrzeug komplett abschaltet. Zudem wurde eine Hotline für Remote-Hilfe eingerichtet, über die menschliche Operatoren zusätzliche Umgebungsinformationen an die Fahrzeuge übermitteln können.

Weitere Vorfälle zeigen Sicherheitsrisiken

Der Vorfall in San Antonio ist nicht der erste, bei dem Waymo-Fahrzeuge durch ihr Verhalten auffallen. Bereits Ende letzten Jahres warf ein Schulbezirk in Austin, Texas, dem Unternehmen vor, Schulbusse mit eingeschalteten Warnblinklichtern „illegal und gefährlich“ zu überholen. Trotz eines anschließenden Rückrufs durch die US-Verkehrsbehörde (NHTSA) scheinen die Fahrzeuge weiterhin gegen Verkehrsregeln zu verstoßen, wie Wired berichtet.

Kritiker bemängeln, dass selbstfahrende Taxis wie Waymo zwar den Verkehr in Großstädten belasten, aber gleichzeitig Ressourcen der Behörden binden. Häufige Pannen, wie stehende oder plötzlich bremsende Fahrzeuge, führen zu einer Flut von Notrufen und behindern den fließenden Verkehr.

Fazit: Autonome Fahrzeuge noch nicht ausgereift

Der Vorfall in San Antonio zeigt einmal mehr, dass die Technologie hinter selbstfahrenden Taxis noch nicht ausgereift ist. Trotz fortschrittlicher Werbeversprechen sind menschliche Eingriffe weiterhin notwendig – und die Fahrzeuge bleiben anfällig für Fehler. Ob Waymo und andere Anbieter diese Probleme in naher Zukunft lösen können, bleibt abzuwarten.

Quelle: Futurism