Der Colorado General Assembly hat diese Woche mit fast einstimmiger parteiübergreifender Unterstützung das Gesetz HB26-1250 verabschiedet. Dieses reformiert die zivile Vermögenskonfiskation und schließt ein langjähriges Schlupfloch, das es Behörden bisher ermöglichte, Eigentum ohne strafrechtliche Verurteilung einzuziehen.
Zusätzlich macht das Gesetz Colorado zu einem der ersten Bundesstaaten, die Beschuldigten in zivilen Konfiskationsverfahren ein Anrecht auf anwaltliche Vertretung einräumen – ähnlich wie in Strafverfahren.
„Trotz jüngster Reformen erlaubten die Gesetze Colorados weiterhin die dauerhafte Einziehung von Eigentum ohne strafrechtliche Verurteilung“, erklärt Alasdair Whitney, Rechtsberater am Institute for Justice. „Dieses Gesetz schließt diese Lücke endgültig und setzt einen neuen Standard für Eigentümerrechte in den USA.“
Neue Podcast-Folge: Shopping mit Roy Moore?
In der aktuellen Folge des Short Circuit-Podcasts geht es um ungewöhnliche Themen – darunter eine Diskussion über Roy Moore und seine angeblichen Besuche in Einkaufszentren. Spoiler: Er ist nicht zu Gast, aber die Geschichte sorgt für Unterhaltung.
Historische Rechtsprechung: Keine Rückwirkung von Gesetzen
Ein Zitat des New Yorker Kanzlers Kent (1811) unterstreicht ein Prinzip des englischen Common Law: „Ein Gesetz, selbst das eines allmächtigen Parlaments, darf keine rückwirkende Wirkung entfalten.“
Doch die Realität sieht anders aus: Der New York Court of Appeals (2025) und später der Second Circuit (2026) entschieden, dass eine solche Rückwirkung in bestimmten Fällen durchaus zulässig sei.
Gewerkschaften klagen gegen Bundesregierung: Columbia University erhält Unterstützung zurück
Die American Association of University Professors und die American Federation of Teachers verklagten die US-Regierung, um die Einbehaltung von Fördergeldern für die Columbia University rückgängig zu machen. Nach einer Niederlage in erster Instanz zogen die Gewerkschaften vor den Second Circuit. Bevor über die Berufung entschieden wurde, einigten sich die Parteien außergerichtlich, woraufhin die Klage fallengelassen wurde.
Der Second Circuit entschied, dass die vorläufige Verfügung aufgehoben werden müsse, da die Kläger die Erledigung selbst herbeigeführt hätten. Ein dissentierendes Richtervotum deutete jedoch an, dass die Kläger möglicherweise strategisch gehandelt hätten.
Digitale Überwachung: Online-Händler erstellen Nutzerprofile durch Mausbewegungen
Die Einzelhändler Bass Pro Shops und Cabela's nutzen eine JavaScript-Funktion auf ihren Websites, die Mausbewegungen, Klicks, Scrolls, Zooms, Fenstergrößenänderungen, Tastatureingaben und Texteingaben erfasst. Dadurch können sie digitale „Fingerabdrücke“ von Online-Kunden erstellen.
Betroffene Kunden reichten Klagen ein, die in einem Sammelverfahren vor dem Eastern District of Pennsylvania zusammengefasst wurden. Das Gericht wies die Klagen ab, doch der Third Circuit korrigierte das Urteil teilweise: Während reine Besucher keine Klagebefugnis hätten, könnten Kunden, die tatsächlich Käufe tätigten, eine Verletzung des Rechts auf Privatsphäre geltend machen.
Biometrische Daten: Versicherer nutzen Sprachmuster zur Authentifizierung
John Hancock leitet Kundenanrufe über Amazon und ein weiteres Technologieunternehmen weiter, die Anrufer anhand ihrer biometrischen Sprachmuster authentifizieren. Kunden klagten, da das Illinois Biometric Information Privacy Act (BIPA) die Erfassung von Sprachmustern ohne Einwilligung verbietet.
Nach einem langen Rechtsstreit zwischen staatlichen und Bundesgerichten entschied der Third Circuit, dass die Ausnahme für Finanzinstitute greife – und die Technologieunternehmen sich darauf berufen könnten.