Handelsminister in Erklärungsnot nach Epstein-Lügen
Der US-Handelsminister Howard Lutnick stand am Donnerstag erneut vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Diesmal ging es um seine falschen Aussagen über seine Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die demokratische Abgeordnete Madeleine Dean konfrontierte ihn mit belastenden Fakten.
Epstein-Besuche und Geschäftsbeziehungen
Dean erinnerte Lutnick daran, dass er im Oktober 2025 dem New York Post erzählt hatte, Epstein zuletzt 2005 auf einer Hausbesichtigung gesehen zu haben – angeblich so abstoßend, dass er nie wieder hingehen würde. Doch die Epstein-Akten belegten das Gegenteil:
- 2012 besuchte Lutnick mit seiner Familie Epsteins Privatinsel, obwohl Epstein bereits 2008 wegen Prostitution mit Minderjährigen verurteilt worden war.
- Nur wenige Tage nach diesem Besuch gründeten Lutnick und Epstein ein gemeinsames Unternehmen – eine digitale Werbeplattform, die sie bis 2018 betrieben.
Lutnick weicht Fragen aus
Dean stellte Lutnick direkt zur Rede:
„Warum haben Sie dem New York Post über Ihre Beziehung zu Epstein angelogen?“
Lutnicks Antworten waren ausweichend und unvollständig. Als er versuchte, eine vorbereitete Standardantwort zu geben, war sein Mikrofon zunächst nicht eingeschaltet. Dean konterte scharf:
„Bitte wiederholen Sie nicht Ihr Angebot, hinter verschlossenen Türen zu sprechen – nicht unter Eid und ohne die Möglichkeit, Sie zu befragen.“
Lutnick wiederholte seine ausweichende Antwort:
„Das Haushaltsüberwachungsausschuss und ich haben uns darauf geeinigt…“
Dean unterbrach ihn sofort:
„Ich akzeptiere diese Antwort nicht. Wir haben das schon gehört. Beantworten Sie die Frage: Warum haben Sie gelogen?“
Weitere ungelöste Fragen
Neben der Lüge über Epstein weigerte sich Lutnick auch, zwei weitere Fragen zu beantworten:
- Zu seinen finanziellen Verbindungen mit Epstein.
- Ob Präsident Trump über die enge Beziehung seines Handelsministers zu einem der berüchtigtsten Sexualstraftäter der USA besorgt war.
Dean kommentierte scharf:
„Lassen Sie das Protokoll festhalten: Sie weichen der Frage aus. Die Vertuschung geht weiter.“
Forderungen nach Rücktritt
Lutnicks Verhalten löste Empörung aus. Kritiker fordern seinen sofortigen Rücktritt, da er als Handelsminister eine zentrale Position in der US-Wirtschaftspolitik innehat. Die Vorwürfe werfen zudem ein schlechtes Licht auf die Regierung Trump.