Fire Rover steht für schnelle und effiziente Krisenbewältigung: Das in Farmington Hills, Michigan, ansässige Technologieunternehmen – das seit fünf Jahren in Folge auf der Inc. 5000-Liste vertreten ist – setzt auf die frühzeitige Erkennung und Bekämpfung von Industriebränden, bevor diese eskalieren. Umso passender ist es, dass auch Will Schmidt, CEO von Fire Rover, in einer Krisensituation zum Unternehmen stieß.

Schmidt lernte das Fire-Rover-Team Anfang 2018 auf einer Messe kennen, als er noch bei der Pacific Western Bank arbeitete. Die innovative Brandbekämpfungstechnologie des Unternehmens weckte sein Interesse, sodass er einen Besuch im Hauptsitz nahe Detroit vereinbarte. „Es passte damals nicht in mein bisheriges Berufsbild – das Unternehmen war noch klein und so weiter. Dennoch wollte ich in Kontakt bleiben“, erinnert er sich. Rund neun Monate später verstarb Brad Gladstone, der Fire Rover 2015 gegründet hatte. Die Gespräche über Schmidts mögliche Unterstützung in dieser Übergangsphase führten schließlich dazu, dass er im Herbst 2019 die CEO-Rolle übernahm. „Die Idee war geboren, von der Investorenseite in den Chefsessel zu wechseln und selbst Verantwortung zu übernehmen.“

Die Brandbekämpfungstechnologie von Fire Rover besteht aus zwei zentralen Komponenten: der Erkennung und der Bekämpfung. Zur Erkennung setzt das Unternehmen auf Wärmebildkameras, Lichtsensoren und computergestützte Rauchdetektion. Bei der Bekämpfung analysieren geschulte Operatoren die Situation und lösen gezielt Löschmaßnahmen aus. „Wir setzen unsere Löschsysteme etwa fünf Minuten vor dem Auslösen herkömmlicher Sprinkleranlagen ein, da diese Zeit benötigen, um die nötige Hitze aufzubauen“, erklärt Schmidt. „Durch unsere präzise Ausrichtung benötigen wir rund 88 Prozent weniger Wasser, um Brände zu löschen. Das bedeutet: Unternehmen können schneller den Betrieb wiederaufnehmen, mit weniger Aufräumarbeiten, geringeren Brandschäden und weniger Wasserschäden.“

Dass ein so schnell wachsendes Technologieunternehmen – aktuell auf Platz 1.434 der Inc. 5000-Liste 2025 – aus einer Vorstadt nördlich von Detroit stammt, mag überraschen. Schließlich blicken viele in Richtung San Francisco, Austin oder Boston, wenn es um Innovation geht. Doch der CEO betont die Vorteile der Region: „Der Mittlere Westen verfügt über ein starkes regionales Talentpool aus Mechanikern, Elektroingenieuren und Klempnern, auf das wir zurückgreifen können.“

Der Wechsel in die CEO-Rolle erforderte für Schmidt auch einen Umzug seiner Familie von St. Louis in die Region Detroit – eine Herausforderung, die durch den Beginn der COVID-19-Pandemie zusätzlich erschwert wurde. Dennoch entwickelte sich die Situation zum Vorteil für das Unternehmen. Seit seinem Amtsantritt hat Schmidt Fire Rover professionalisiert und ausgebaut. „Das Unternehmen ist heute etwa zehnmal so groß wie zu meiner Ankunft“, sagt er. Die Mitarbeiterzahl habe sich sechstfacht. Ein entscheidender Faktor für dieses Wachstum sei die Pflege enger Kundenbeziehungen gewesen, insbesondere in den Bereichen Abfallwirtschaft, Schrottverarbeitung und Recycling. Zudem wachsen die Verkaufschancen, da Industriebrände in den Zielbranchen von Fire Rover zunehmen.