Festnahme am Flughafen Buenos Aires
Die argentinische Polizei hat einen mutmaßlichen Krypto-Betrüger festgenommen, der in Nigeria wegen schweren Betrugs gesucht wird. Der Verdächtige versuchte, mit einem gefälschten paraguayischen Pass in das Land einzureisen. Die Identität des Mannes wurde aus rechtlichen Gründen nicht preisgegeben, doch die Behörden bestätigten, dass seine Initialen DZ lauten und er die Staatsbürgerschaft der Volksrepublik China besitzt.
Sofortige Festnahme durch Sicherheitskräfte
Wie die argentinische Sicherheitsministerin Alejandra Monteoliva auf der Plattform X mitteilte, kam der Verdächtige aus Paris und wurde bereits am Flughafen Ezeiza in Buenos Aires gestoppt:
„[DZ] kam mit falschen Dokumenten aus Paris. Er ist nicht einmal ins Land eingereist. Die Flughafen-Sicherheitspolizei, die Bundespolizei und die Einwanderungsbehörden handelten sofort.“
Monteoliva betonte, dass Nigeria die Auslieferung des Mannes beantragt habe und Argentinien dieser Forderung nachkommen werde:
„Ausländische Kriminelle sind bei uns nicht willkommen.“
Betrugsmasche mit Krypto-Plattform
Laut Angaben der Polizei und ungenannter Quellen hinter dem Verdächtigen steht ein großangelegter Betrug, bei dem Investoren weltweit um rund 49,4 Millionen US-Dollar geschädigt wurden. Die Opfer berichteten, sie hätten ihr Geld in eine Krypto-Plattform investiert, die später nicht mehr zugänglich war.
Ein Gericht in Lomas de Zamora hat bereits die Auslieferung nach Nigeria eingeleitet, wie die Zeitung Clarín berichtet.
Hintergrund: Krypto-Betrug in Nigeria und Brasilien
Der Fall reiht sich in eine Serie von Krypto-Betrugsfällen ein, die international für Schlagzeilen sorgen. In den USA ermittelt das Justizministerium etwa im Zusammenhang mit dem berüchtigten OneCoin-Skandal.
In Brasilien wurden kürzlich drei einflussreiche Krypto-Influencer im Rahmen einer Razzia wegen des Verdachts auf Voice-Pishing und Geldwäsche festgenommen.
Vorstrafen in Nigeria
In Nigeria wurden im Februar dieses Jahres zwei chinesische Direktoren eines Krypto-Betrugsunternehmens zu 46 Jahren Haft verurteilt. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer großangelegten Polizeiaktion im Dezember 2024, bei der fast 800 Personen verhaftet wurden.
Hintergrund des Verdächtigen
- Ankunft aus Paris mit gefälschten Dokumenten
- Versuch, sich als paraguayischer Staatsbürger auszugeben
- Interpol-Gesucht wegen Geldwäsche und Betrug
- Betrugsmasche: Versprechen hoher Renditen auf Krypto-Investitionen
- Opfer konnten später nicht mehr auf ihr Geld zugreifen