Die erfolgreiche Unternehmerin und Investorin Barbara Corcoran hat klare Ansichten zur Mitarbeiterführung: Eine schlechte Einstellung ist der häufigste Grund, warum sie Menschen entlässt. Im Podcast The Burnouts berichtete sie kürzlich von einer prägenden Erfahrung mit ihrer ersten Verkäuferin, die sie anderthalb Jahre lang intensiv schulte – doch am Ende scheiterte es an der Haltung der Mitarbeiterin.
Warum eine schlechte Einstellung das Team vergiftet
Aus dieser Lektion zog Corcoran eine einfache, aber konsequente Regel: Fähigkeiten lassen sich trainieren, eine positive Einstellung nicht. Eine einzige Person mit negativer Grundhaltung kann das gesamte Arbeitsklima vergiften, warnt sie. „Ich habe gelernt: Wer eine schlechte Einstellung hat, zieht andere mit in den Abgrund“, erklärte sie im Podcast.
Um ihre Unternehmenskultur zu schützen, handelt Corcoran schnell: Mitarbeiter mit negativer Einstellung werden sofort entlassen. „Ich will ein glückliches Umfeld“, betont sie. „Sobald ich jemanden sehe, der sich ständig beschwert, vereinbare ich ein Gespräch, um ihn zu feuern.“
„Beschwerer sind Diebe“ – Warum Corcoran Negativität hasst
In früheren Interviews hat Corcoran ihre Abneigung gegen Nörgler noch deutlicher formuliert. In einer Folge des Podcasts Diary of a CEO bezeichnete sie Beschwerer als „Diebe“:
„Sie stehlen dir dein Geld und deine Energie – und die wertvollste Ressource, die du hast, ist deine Energie. Wenn sie dir diese nehmen, kannst du nicht mehr genug für andere geben.“
Freitagsentlassungen und ein einfaches Script
Corcoran hat nicht nur klare Prinzipien, sondern auch feste Rituale: Sie feuert Mitarbeiter bevorzugt freitags. Diese Praxis sorgte in der Vergangenheit für Kritik in sozialen Medien, doch sie hält daran fest. Ihr Entlassungsgespräch ist kurz und prägnant:
„Es funktioniert nicht. Du passt nicht hierher.“Mehr sagt sie nicht – und vermeidet damit unnötige Diskussionen.
„Beim ersten Mal versuchte ich noch, der Person zu erklären, was falsch war“, erinnert sich Corcoran. „Aber du gewinnst nie einen Streit. Besser ist es zu sagen: Du passt einfach nicht hierher.“
Mit Respekt in die Zukunft
Doch Corcorans Vorgehen ist nicht herzlos. Im Gegenteil: Sie versucht, den Betroffenen eine Perspektive zu geben. „Ich sage ihnen, wo sie besser aufgehoben wären und welche Jobs zu ihnen passen würden“, erklärt sie. „Mein Partner sagte immer: Nach einem Gespräch mit mir gehen Leute raus, als hätten sie eine Beförderung bekommen.“
Für Corcoran ist klar: Ein gutes Arbeitsklima muss aktiv gepflegt werden – notfalls auch durch harte Entscheidungen. Ihre Philosophie lautet: Wer die Kultur zerstört, hat keinen Platz in ihrem Team.