Ein Cybertruck-Besitzer aus Nashville hat mit seinem Elektro-Pickup über 100.000 Meilen für den Fahrdienst Lyft zurückgelegt. Die niedrigen Ladekosten sparen ihm täglich Geld – doch eine einzige Reparatur kostete ihn 7.200 Dollar. Trotz verschiedener Probleme schwört er weiterhin auf das Fahrzeug. Die meisten Cybertruck-Käufer scheinen ohnehin genau diejenigen zu sein, die mit ihrem Kauf ein Statement setzen wollen.

Ein Arbeitstier mit Macken – aber unschlagbar effizient

Der unter dem Pseudonym LyftDr1ver bekannte Besitzer teilte seine Erfahrungen kürzlich im CybertruckOwnersClub. Er fährt täglich über sieben Stunden für Lyft und hat so die 100.000-Meilen-Marke erreicht. Ein vergleichbarer Verbrenner hätte in dieser Zeit enorme Spritkosten verursacht – doch der Cybertruck kommt mit Stromkosten von nur etwa 12 Dollar pro Tag aus. Das entspricht rund 350 Dollar im Monat.

Die Vorteile des Cybertrucks überzeugen: Passagiere loben den geräumigen Innenraum, das Panoramadach und den komfortablen Fahrkomfort. Auch das Soundsystem und die praktische Ladefläche kommen gut an. Selbst im dichten Verkehr soll sich der große Pickup dank Steer-by-Wire überraschend wendig fahren lassen.

Frühe Modelle haben Kinderkrankheiten

Doch der Cybertruck ist kein perfektes Fahrzeug – besonders nicht in der frühen Bauphase. Der Besitzer berichtet von wiederkehrenden Problemen wie einem undichten Tonneau-Cover, klappernder Federung, einem überhitzenden Handy-Ladegerät und Reifen, die bereits nach 40.000 Meilen verschlissen waren. Zudem hat sich die Reichweite auf etwa 299 Meilen reduziert.

Am schwersten wiegt jedoch eine Reparaturrechnung von 7.200 Dollar für ein defektes Stromwandlersystem, das nach etwa 60.000 Meilen ausfiel. Wie der Fahrer sagt:

"Tesla zeigt keine Gnade, wenn man außerhalb der Garantie ist."
Die zuvor eingesparten Spritkosten werden durch solche Reparaturen schnell aufgezehrt. Allerdings hätten auch Verbrenner nach dieser Laufleistung ähnliche hohe Wartungskosten verursacht.

Zwei Ziele: Kein Ausfall – und eine Million Meilen

Trotz aller Rückschläge bleibt der Fahrer optimistisch. Seine beiden größten Wünsche: Dass der Cybertruck nicht streikt und dass er ihn irgendwann mit einer Million Meilen auf dem Tacho fahren kann. Ob das gelingt, bleibt fraglich – aber der Enthusiasmus des Besitzers ist ungebrochen.

Quelle: CarScoops