Die Einzelhandelsbranche steht vor großen Herausforderungen: Geschlossene Filialen und leere Ladenlokale prägen das Bild in vielen Städten. Doch es gibt auch Lichtblicke. Eine aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters JLL zeigt, welche Sektoren 2026 besonders stark wachsen – trotz anhaltender Schließungswelle.
An der Spitze liegen Restaurants und Discounter. Während andere Branchen kämpfen, eröffnen Dollar Tree und Starbucks massiv neue Standorte: Der Discounter plant 400 neue Filialen, die Kaffeekette 175. Diese Entwicklung unterstreicht einen klaren Trend: Convenience und günstige Preise bleiben gefragt.
Doch nicht alle Regionen profitieren gleichermaßen. Während einige Märkte stagnieren, verzeichnen Sun-Belt-Städte wie Atlanta, Phoenix und Orlando steigende Mieten. Ein Ausreißer ist Minneapolis, wo die Mieten mit 6,7 % am stärksten steigen. Coastal Cities wie Los Angeles und San Francisco verzeichnen dagegen Rückgänge.
Ein weiterer Faktor verändert die Einzelhandelslandschaft: Leerstände durch Insolvenzen werden schnell wieder besetzt. Geschlossene Filialen von Party City oder Bed Bath & Beyond werden oft von Supermärkten, Fitnessstudios oder Unterhaltungsangeboten übernommen. Diese Branchen bleiben stabil und füllen die Lücken.
Zugleich verändert sich die Nachfrage nach Ladengeschäften. Während Bekleidung, Elektronik und Accessoires online immer beliebter werden, setzen Investoren auf Gastronomie, Lebensmittel und Fitness. Shoppingcenter, die auf diese Segmente setzen, bleiben wettbewerbsfähig und expandieren sogar in leerstehende Flächen.