Betrugsvorwürfe gegen Jeep-Händler in New York
Louis Huertas aus New York hat einen Jeep-Händler verklagt, nachdem er einen angeblich fabrikneuen Jeep Grand Cherokee L mit nur 13 Meilen (21 km) gekauft haben soll – doch das Fahrzeug hatte laut Klage tatsächlich über 6.200 Meilen (9.656 km) auf dem Tacho. Der Kaufpreis betrug 49.000 US-Dollar. Zusätzlich wirft der Käufer dem Händler vor, unerlaubte Zusatzkosten in den Vertrag aufgenommen und seine Unterschrift gefälscht zu haben.
Unstimmigkeiten bei Kaufpreis und Zusatzleistungen
Huertas behauptet, der Händler Riverdale Chrysler Dodge Jeep Ram habe ihm für seinen Gebrauchtwagen (ein Grand Cherokee) 20 Prozent über dem Marktwert geboten und zudem seine Kreditverbindlichkeit von 25.116 US-Dollar übernommen – unter der Bedingung, dass er den neuen Jeep Grand Cherokee L für 49.000 US-Dollar kaufe. Nach der Unterzeichnung und Fahrzeugübergabe am selben Tag erhielt er jedoch keine Kopien der Vertragsunterlagen.
Kurz darauf informierte ihn GM Financial Services, dass der Händler den Jeep fälschlicherweise als Neuwagen mit nur 13 Meilen zertifiziert habe, obwohl das Tachometer über 6.200 Meilen anzeigte. Der später erhaltene Kaufvertrag wies zudem einen höheren Preis von 51.400 US-Dollar auf, inklusive eines nicht autorisierten Servicevertrags (3.882 US-Dollar) und eines Reifen- und Felgenpakets (1.000 US-Dollar).
Vorwurf der gefälschten Unterschrift
Die Klage behauptet, die elektronische Unterschrift auf dem endgültigen Kaufvertrag sei gefälscht. Huertas gibt an, dass er lediglich ein Dokument – die Kreditantragsformulare – elektronisch unterzeichnet habe. Der Händler soll laut Klage systematisch Kundenunterschriften auf digitalen Plattformen manipulieren, um die tatsächlichen Kreditkosten zu verschleiern. Zudem würden Kunden über erhöhte Verkaufspreise und unerwünschte Zusatzprodukte im Unklaren gelassen.
Systematische Betrugspraktiken?
Die Klage geht über den Einzelfall hinaus und wirft dem Händler vor, solche Praktiken routinemäßig anzuwenden. GM Financial Services wird als Mitbeklagter genannt, da das Unternehmen als Zessionar des Kaufvertrags fungiert.
Rechtliche Folgen: Schadensersatz und Strafen gefordert
Huertas verlangt in der Klage Schadensersatz sowie Strafschadensersatz wegen Betrugs. Zudem sieht er Verstöße gegen den Truth in Lending Act (Wahrheitsgesetz für Kreditverträge), den Odometer Act (Tachostand-Gesetz) sowie gegen New Yorker Verbraucherschutzgesetze. Die Vorwürfe umfassen unter anderem die falsche Angabe des Fahrzeugkilometerstands und die nicht autorisierte Aufnahme von Zusatzleistungen in den Vertrag.
„Der Händler soll systematisch Kundenunterschriften fälschen und die wahren Kosten verschleiern, um höhere Gewinne zu erzielen.“
Hintergrund: Weitere Vorwürfe gegen den Händler
Die Klage deutet darauf hin, dass ähnliche Praktiken bereits bei anderen Kunden des Händlers aufgetreten sein könnten. Huertas’ Anwälte fordern eine umfassende Untersuchung der Geschäftspraktiken von Riverdale Chrysler Dodge Jeep Ram, insbesondere im Umgang mit digitalen Unterschriften und der Offenlegung von Vertragsdetails.
Reaktion des Händlers bisher unbekannt
Bisher hat der betroffene Jeep-Händler keine öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, könnte dies weitreichende Konsequenzen für den Händler und möglicherweise für die gesamte Branche haben.