Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu aus dem Jahr 2018: Ein Musik-Biopic bricht alle Box-Office-Rekorde – trotz schlechter Kritiken. Und wieder tobt im Netz ein Streit darüber, ob die Meinung der Kritiker überhaupt noch relevant ist. Die Rede ist nicht von „Bohemian Rhapsody“, sondern von „Michael“, dem neuen Biopic über Michael Jackson, das am vergangenen Wochenende allein in den USA 97 Millionen Dollar einspielte und weltweit auf 217 Millionen Dollar kam.
Doch die Kritiker waren vernichtend. Selbst Michaels eigene Tochter Paris Jackson kritisierte den Film als zu oberflächlich und verharmlosend. Der Film zeige nur die Hits, ignoriere aber die dunklen Seiten des „King of Pop“ – darunter die Missbrauchsvorwürfe, die ursprünglich im Drehbuch standen, aber aufgrund rechtlicher Bedenken wieder gestrichen wurden. Die Kritiker bewerteten den Film auf Rotten Tomatoes mit nur 33 Prozent. Die Fans dagegen feierten ihn: 97 Prozent der Zuschauer gaben ihm die volle Punktzahl.
Der Graben zwischen Kritikern und Publikum ist nicht neu. Doch diesmal eskaliert der Konflikt im Netz. Besonders in sozialen Medien wie X (ehemals Twitter) und Reddit wird die Debatte zunehmend aggressiv geführt. Kritiker werden als „Elite“ beschimpft, während Fans den Film als reine Unterhaltung verteidigen. Der Filmkritiker Bilge Ebiri brachte es auf den Punkt:
„Die meisten, die sich über schlechte Kritiken bei Blockbustern aufregen, beschäftigen sich gar nicht wirklich mit der Kritik. Sie regen sich über Rotten-Tomatoes-Werte und ähnliche Dinge auf. Für sie ist das kein Kunstwerk – das ist Sport.“
Doch die Frage bleibt: Sollten Kritiker ihre Rolle ernst nehmen, unabhängig davon, ob ein Film ein Prestigeprojekt oder ein Mainstream-Blockbuster ist? Die Antwort lautet: Ja. Ist es in Ordnung, dass einige Kinobesucher einfach nur unterhalten werden wollen? Auch ja. Oft genug sind sich Kritiker und Publikum einig – etwa bei „Project Hail Mary“ oder Baz Luhrmanns „Elvis“, die beide sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum erfolgreich waren.
Doch die aktuellen Debatten um „Michael“ wirken zunehmend sinnlos und kontraproduktiv – besonders in einer Zeit, in der die Filmkritik selbst unter Druck gerät. Durch den Zusammenbruch traditioneller Medien und die wachsende Medienunkenntnis verliert die Kunst der Filmkritik an Bedeutung. Währenddessen lacht sich Lionsgate ins Fäustchen: Der Film ist auf dem besten Weg, zum erfolgreichsten Lionsgate-Film seit Jahren zu werden – und das ohne die Unterstützung der Kritiker.
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 217 Millionen Dollar hat „Michael“ nicht nur einen neuen Rekord für Biopics aufgestellt, sondern auch die Erwartungen der Kinobetreiber übertroffen. Schon vor der Veröffentlichung galt der Film als einer der wichtigsten Blockbuster des Sommers. Die Entscheidung, Michael Jackson von seinem Neffen Jaafar Jackson spielen zu lassen, sorgte zunächst für Skepsis. Doch nach dem Rekordstart ist klar: Der Film wird nicht nur ein großer Erfolg, sondern könnte sogar die 200-Millionen-Dollar-Marke in den USA knacken – etwas, das Lionsgate seit dem Ende der „Hunger-Games“-Reihe nicht mehr gelungen ist.
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 217 Millionen Dollar hat „Michael“ nicht nur einen neuen Rekord für Biopics aufgestellt, sondern auch die Erwartungen der Kinobetreiber übertroffen. Schon vor der Veröffentlichung galt der Film als einer der wichtigsten Blockbuster des Sommers. Die Entscheidung, Michael Jackson von seinem Neffen Jaafar Jackson spielen zu lassen, sorgte zunächst für Skepsis. Doch nach dem Rekordstart ist klar: Der Film wird nicht nur ein großer Erfolg, sondern könnte sogar die 200-Millionen-Dollar-Marke in den USA knacken – etwas, das Lionsgate seit dem Ende der „Hunger-Games“-Reihe nicht mehr gelungen ist.