OpenAI präsentiert umstrittene Alternative zum bedingungslosen Grundeinkommen

Während Tech-Unternehmen vor massiver Automatisierung und dem Ende der Arbeit warnen, hat OpenAI, der Entwickler von ChatGPT, ein umfassendes Konzeptpapier veröffentlicht. Darin skizziert das Unternehmen seine Vision für die Steuerung von Superintelligenz – und schlägt dabei eine Lösung vor, die bei Kritikern auf Skepsis stößt.

Ein Fonds statt Sozialprogramme

Statt auf bewährte Modelle wie das bedingungslose Grundeinkommen (UBI) oder erweiterte Arbeitslosenversicherungen zu setzen, schlägt OpenAI einen „öffentlichen Vermögensfonds“ vor. Dieser soll jedem Bürger einen Anteil am wirtschaftlichen Wachstum durch KI ermöglichen.

Der Fonds würde von Politik und Tech-Unternehmen gemeinsam verwaltet und in langfristige Anlagen investieren, um von der Entwicklung der KI-Branche zu profitieren. Die Erträge könnten dann direkt an die Bürger ausgezahlt werden – unabhängig von deren Vermögenssituation.

„Politik und KI-Unternehmen sollten zusammenarbeiten, um den Fonds zu etablieren. Dieser könnte in diversifizierte, langfristige Vermögenswerte investieren, die sowohl das Wachstum von KI-Unternehmen als auch der gesamten Wirtschaft abbilden.“

– Auszug aus OpenAIs Konzeptpapier

Kritik: Abhängigkeit von Tech-Industrie statt sozialer Sicherheit

Kritiker bemängeln, dass OpenAIs Vorschlag die Bürger in die Abhängigkeit von Boom-und-Bust-Zyklen der Tech-Branche bringt. Statt stabiler Sozialleistungen wie Gesundheitsversorgung, bezahlbarem Wohnraum oder Nahrungsmittelzugang zu garantieren, setze das Modell auf spekulative Investitionen.

„Was passiert, wenn die Tech-Branche plötzlich einbricht? Oder wenn eine Superintelligenz beschließt, die Börse zu übernehmen?“, fragt ein Kommentator. „Arbeitnehmer brauchen keine Anteile an einem Fonds, der an die Profite weniger Tech-Konzerne geknüpft ist – sie brauchen grundlegende soziale Absicherung.“

Internationale Vorbilder: Was andere Länder bereits bieten

Während OpenAIs Vorschlag als utopisch kritisiert wird, bieten viele Industrienationen bereits heute ein solides soziales Fundament – ohne KI oder Superintelligenz:

  • Universelle Gesundheitsversorgung
  • Zugang zu frischen Lebensmitteln
  • Bezahlbarer Wohnraum
  • Stabile Arbeitslosenversicherung

„Das sind keine futuristischen Fantasien, sondern Standards, die in den meisten wohlhabenden Demokratien längst Realität sind“, betont ein Sozialexperte.

Hintergrund: OpenAI und die Debatte um Superintelligenz

OpenAI steht seit Jahren im Zentrum der Diskussion um künstliche Intelligenz. Während das Unternehmen mit ChatGPT und DALL-E-E-3 bahnbrechende Tools entwickelte, warnt es gleichzeitig vor den Risiken unkontrollierter Superintelligenz. Kritiker werfen OpenAI vor, mit seinem Fonds-Vorschlag vor allem die Interessen der Tech-Elite zu bedienen.

In internen Kreisen wird zudem über die Führung des Unternehmens diskutiert. Sam Altman, CEO von OpenAI, steht in der Kritik – einige Quellen beschreiben ihn als „soziopathisch“. OpenAI dementiert diese Vorwürfe vehement.

Der Beitrag erschien zuerst auf Futurism.

Quelle: Futurism