Tether friert 344 Millionen USDT ein – Zusammenarbeit mit US-Behörden

Das in El Salvador ansässige Kryptounternehmen Tether hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass es in Zusammenarbeit mit der US-Regierung 344 Millionen USDT (Tether-USD) eingefroren hat. Dies ist eine der größten Einfrierungen in der Geschichte des Unternehmens. Laut einer Pressemitteilung war das eingefrorene Krypto-Vermögen mit „unrechtmäßigen Aktivitäten“ verbunden.

Koordination mit US-Behörden

Die US-Behörden, darunter das Office of Foreign Assets Control (OFAC), waren in die Aktion eingebunden. Tether reagierte nicht auf Anfragen nach weiteren Details zu den betroffenen Wallets oder Transaktionen. Auch das OFAC äußerte sich nicht öffentlich zu dem Vorfall.

Tethers Rolle im Kampf gegen Kriminalität

Paolo Ardoino, CEO von Tether, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden:

„USDT ist kein sicherer Hafen für illegale Aktivitäten.“

Tether kann durch eine Funktion im Smart Contract von USDT bestimmte Wallet-Adressen sperren und so Transfers verhindern.

„Wir kombinieren Blockchain-Transparenz mit Echtzeit-Überwachung und direkter Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden, um Gelder zu stoppen, bevor sie bewegt werden können.“

Erfolgreiche Einsätze in der Vergangenheit

Tether arbeitet seit Jahren mit Behörden weltweit zusammen, um kriminelle Aktivitäten zu bekämpfen. Bereits im Februar half das Unternehmen türkischen Behörden bei der Aufklärung einer Geldwäscheaffäre, indem es über 500 Millionen Dollar in Kryptowährungen einfror. Insgesamt hat Tether seit 2023 bei der Sperrung von über 4,4 Milliarden Dollar in kriminellen Vermögenswerten mitgewirkt.

Vergleich mit Circle: Tether setzt auf schnelles Handeln

Tethers Hauptkonkurrent, Circle (Herausgeber von USDC), steht in der Kritik, zu langsam bei der Sperrung von Geldern zu reagieren, die mit illegalen Aktivitäten verbunden sind. Nach einem Hack von Drift Protocol im April, bei dem nordkoreanische Hacker rund 300 Millionen USDC entwendeten, wurde Circle vorgeworfen, nicht schnell genug gehandelt zu haben.

Der Krypto-Forensiker ZachXBT veröffentlichte kürzlich 15 Fälle, in denen Circle nur minimal gegen illegale Gelder vorging. Eine Klage eines ehemaligen Drift-Nutzers wirft Circle vor, „nichts unternommen zu haben, während die Angreifer ihre Beute verschoben“.

Tether betont, dass sein Ansatz ein anderer sei:

„Wir handeln proaktiv und arbeiten direkt mit den Behörden zusammen, um Gelder zu stoppen, bevor sie bewegt werden können.“

Fazit: Tether als Vorreiter im Kampf gegen Kriminalität

Mit der jüngsten Aktion unterstreicht Tether seine Rolle als aktiver Partner der Strafverfolgung. Während Konkurrenten wie Circle unter Druck geraten, setzt Tether auf Transparenz und schnelle Reaktionen, um illegale Aktivitäten im Kryptobereich einzudämmen.

Quelle: DL News