Präsident Donald Trump hat in den letzten sieben Wochen drei Kabinettsmitglieder entlassen. Lori Chavez-DeRemer, Arbeitsministerin, verlässt die Regierung, um eine private Position anzunehmen. Das gab der Sprecher des Weißen Hauses, Steven Cheung, auf Social Media bekannt – ohne der Ministerin die Würde einer eigenen Rücktrittsankündigung zuzugestehen.

Drei Ministerinnen in sieben Wochen

Chavez-DeRemer folgt auf Kristi Noem, die am 24. März als Heimatschutzministerin zurücktrat, und Pam Bondi, die am 2. April die Leitung des Justizministeriums abgab. Keiner dieser Abgänge ist bedauerlich für alle, die Kompetenz, Integrität und Ehrlichkeit in der Regierung schätzen.

Ein Muster der Entlassungen?

William Kristol, Herausgeber des Magazins The Bulwark, fragt in einem Kommentar: Gibt es ein Muster? Er verweist auf den berühmten Satz aus Ian Flemings James-Bond-Roman Goldfinger (1959):

„Mr. Bond, in Chicago sagt man: ‚Einmal ist Zufall. Zweimal ist Koinzidenz. Beim dritten Mal ist es Feindeshand.‘“

Kristol betont, dass die Entlassungen vor allem Frauen betreffen. Pete Hegseth, Verteidigungsminister, hat seiner Abteilung und dem Land genauso viel Schaden zugefügt wie Noem. Doch Hegseth bleibt im Amt. Ebenso Commerce Secretary Howard Lutnick, der in der Trump-Administration größere Profite erzielte als Chavez-DeRemer. Auch Robert F. Kennedy Jr., Gesundheitsminister, bleibt trotz seiner exzentrischen Ansichten im Amt. Und Kash Patel, Direktor des FBI, behält ebenfalls seine Position.

Warum feuert Trump vor allem Frauen?

Kristol wirft die Frage auf, ob es sich um eine Art „reverse DEI-Diskriminierung“ handeln könnte – also eine gezielte Benachteiligung von Frauen in Führungspositionen. Trump könnte dem Eindruck entgegenwirken, indem er einen der männlichen Minister entlässt. Doch bisher gibt es keine Anzeichen dafür.

Energy Secretary Chris Wright sagte am Sonntag gegenüber CNN, dass die Benzinpreise voraussichtlich erst im nächsten Jahr unter drei Dollar fallen werden. Doch selbst diese Prognose scheint Trump nicht zu bewegen, seine männlichen Minister zu feuern.

Fazit: Ein unklares Muster

Die Entlassungen von drei Ministerinnen in kurzer Zeit werfen Fragen auf. Ob es sich um ein gezieltes Muster handelt oder reine Zufälle sind, bleibt unklar. Fest steht jedoch: Trump hat bisher vor allem Frauen aus seinem Kabinett entfernt – während männliche Minister weiterhin im Amt bleiben.