Trumps Strategie: Subventionen als Waffe gegen die Windkraft

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump setzt zunehmend auf finanzielle Anreize, um die Windkraftbranche zu schwächen. Nach gescheiterten juristischen Versuchen, Offshore-Windprojekte zu blockieren, bietet die Regierung nun Milliarden an Subventionen für Entwickler an, die ihre Projekte aufgeben. Doch dieser Ansatz stößt auf wachsenden Widerstand.

Onshore-Windprojekte im Visier der Regierung

Während die Offshore-Branche bereits unter der Politik leidet, weitet die Regierung ihre Blockadehaltung nun auf Onshore-Windprojekte aus. Über 150 Projekte werden durch die Verweigerung von Genehmigungen durch das Department of Defense ausgebremst – selbst wenn diese Projekte weit entfernt von militärischen Einrichtungen liegen. Die Begründung der Regierung gilt als fragwürdig, da die Projekte keine direkte Verbindung zu Verteidigungseinrichtungen haben.

Ein Energieanwalt kommentierte gegenüber Heatmap:

„Das ist die Strategie, wie man eine Branche tötet, während man jeden Prozess verliert: Man kommt immer wieder mit neuen Hindernissen. Ein investitionsfeindliches Klima schaffen und abwarten, was passiert.“

Widerstand gegen die „Cash-for-Quitting“-Strategie

Im März nahm der französische Energiekonzern TotalEnergies als erster Entwickler das Angebot der Regierung an: 1 Milliarde US-Dollar für den Ausstieg aus zwei Offshore-Windprojekten. Doch die Subventionen sind umstritten. Eine Untersuchung von Heatmap ergab, dass der Deal keine Verpflichtung zur Investition in fossile Brennstoffe enthält – entgegen der Darstellung der Regierung. Zudem könnte die Zahlung nicht aus dem vorgesehenen Fonds für rechtliche Vergleichszahlungen stammen.

Die Kritik wächst: Die Demokraten im Repräsentantenhaus kündigten eine Untersuchung des Vertrags zwischen der Regierung und TotalEnergies an. Kalifornische Regulierungsbehörden leiteten ihrerseits ein Verfahren gegen ein neues schwimmendes Offshore-Windprojekt ein – das erste seiner Art an der US-Westküste. Selbst der New York State Common Retirement Fund, einer der größten Pensionsfonds der USA, prüft nun den Verkauf seiner Beteiligung an TotalEnergies. In einem Schreiben an den CEO des Unternehmens begründete der Fonds seine Entscheidung mit „erheblichen Bedenken“ gegenüber Totals Fokus auf fossile Brennstoffe und dem Rückzug aus der Windkraft.

Politische und wirtschaftliche Folgen

Die Blockade der Windkraftprojekte kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Die USA benötigen dringend neuen Strom, um die wachsende Nachfrage von Rechenzentren und der Elektrifizierung zu decken. Experten warnen, dass die Politik der Regierung langfristige wirtschaftliche und ökologische Schäden verursachen könnte. Während die juristischen Auseinandersetzungen weitergehen, setzt die Regierung auf eine Strategie der schleichenden Schwächung – mit ungewissem Ausgang.